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Café Libresso,

05November | So | 2017

Aus kaiserlichen Gärten quillt ein Duften – Eine lyrisch-musikalische Reise durch China

Dichtung hat in China eine sehr große Bedeutung: Gedichte folgen dem Lauf der Jahreszeiten und drücken eine tiefe Verbundenheit mit der Natur aus. Sie sind Musikstücken gleich – mit Rhythmus und Melodie. Im Mittelpunkt des aktuellen Programms von Dr. Nicole Hilbrandt und Prof. Da Zhang stehen die Jahreszeiten. Verse aus den kulturellen Blütezeiten Chinas und Nachdichtungen werden begleitet von den Klängen der Kniegeige Erhu und der Bambusflöte Hulusi. Prof. Da Zhang ist ein international bekannter Musiker, er war Instrumentalist am…

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26November | So | 2017

Avantgardist, Berliner Kassenarzt, genialer Epiker – über Leben und Werk Alfred Döblins

„Berlin Alexanderplatz“, der moderne Großstadtroman par excellence hatte ihn gerade weltberühmt gemacht - da kam schon bald 1933… Günter Grass schrieb in „Über meinen Lehrer Döblin“ 1968: „Wie heißt die hausbackene Redensart im Land der Dichter und Denker: Zu Lebzeiten vergessen. Döblin lag nicht richtig. Er kam nicht an. Der progressiven Linken war er zu katholisch, den Katholiken zu anarchistisch, den Moralisten versagte er handfeste Thesen, fürs Nachtprogramm zu unelegant, war er dem Schulfunk zu vulgär; weder der „Wallenstein“ noch…

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14Januar | So | 2018

Die Nachtigall

“Die Nachtigall” Ein gelehrtes und zugleich poetisches Loblied auf den größten gefiederten Sänger unserer Wälder von Johann Friedrich Naumann, dem Begründer der deutschsprachigen Ornitologie. Er hat nicht nur zauberhafte Vogelportraits gezeichnet, sondern auch Beschreibungen verfasst, die trotz oder wegen ihrer wissenschaftlichen Genauigkeit große poetische Qualitäten besitzen. Dabei erweist er sich nebenher, in der Verschriftlichung des Vogelgesangs, als großer Vorläufer der modernen Lautpoesie. Sein Text über die Nachtigall gehört zu den Glanzstücken seiner ornitologisch-petischen Arbeit. Gelesen von dem Kölner Sprecher und…

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28Januar | So | 2018

“Am Wind”

Zu einer musikalischen Lesung der Musiker Bernhard Zapp und der Lyriker Dietmar Hübner im Café Libresso  "Am Wind" heißt das Programm, in dem einfühlsame Cello-Improvisation des Celibidache-Schülers Bernhard Zapp sowie geistvolle zeitgenössische Dichtung aus Dietmar Hübners Sammlung "Bis unsre Atem uns wie Ruderschläge tragen" zusammenfinden. Nach Auftritten in Bonn gastieren die beiden Künstler erstmals gemeinsam in Köln für eine Matinee, die weder entrückte Stimmungen noch schalkhaften Humor scheut, die mal sphärisch, mal spukhaft daherkommt und stets von jener eigentümlichen Präzision…

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08Juli | So | 2018

Paradiese sind keine Heimat

Die Kölner Autorin Brigitte Halewitsch liest aus ihrem Roman Paradiese sind keine Heimat (BS-Verlag, Rostock 2017), in dem sie verschiedene Arten des Flüchtens aufgrund einer Paradiessehnsucht beschreibt. Die Altenhelferin Lena glaubt, in einem romantischen indischen Pilgerstädtchen eine ideale Altersresidenz für sich selbst zu finden. In jährlich wiederkehrender Begegnung mit ihrem Wirt, einem Hindupriester, verliert jedoch die exotische Welt bald ihren Zauber. Bei ihrer Rückkehr nach Deutschland erlebt Lena einen Ansturm flüchtender Menschen, denen dieses Land als Paradieshoffnung winkt. Lena erinnert…

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22Juli | So | 2018

und wenn du aus dem haus gehst ist dort der tag

Gedichte 1998-2018   In und wenn du aus dem haus gehst ist dort der tag versammelt Manfred Enzensperger Gedichte aus 20 Jahren. In einer metaphernreichen Sprache und einem lakonisch-sentenzhaften Ton kreisen die Gedichte um Orte, Landschaften und Metropolen, die Liebe, die Ambivalenzen des Alltags und seine Unfallstellen. Manfred Enzenspergers Lyrik ist in Gedichtbänden, Anthologien und Zeitschriften zu lesen, unter anderem in Die Zeit, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, im Jahrbuch der Lyrik, der Neuen Rundschau und im Großen Conrady. Im Dumont…

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29Juli | So | 2018

An den Bruchkanten der Realität – Kurzgeschichten

Bei den Lesungen von Günter Vollmer begibt man sich auf eine Entdeckungsreise unter die Oberfläche des Offensichtlichen, man begegnet dem Teufel im schicken Kölner Café Reichard, einem Physiker, der verwirrt aus einem Parallelkosmos zurückkehrt, Senioren, die ihren Psychologen zur Verzweiflung bringen, kann aber auch neue Erkenntnisse zum Urknall und zur geistigen Verfassung von Donald Trump nach Hause tragen. In seinen zwei Bänden mit Kurzgeschichten jongliert Vollmer an den Bruchkanten des Alltags, der Gesellschaft und der Wissenschaft, ein Potpourri von hintergründigen,…

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12August | So | 2018

“Am Ende doch ein Poet…” Frank Wedekind

Eine kleine lyrische Matinee mit Gerhard Nurtsch   Vor hundert Jahren starb Frank Wedekind, am Ende einer Epoche, die im I. Weltkrieg in ihren Untergang taumelte. Seine Texte spiegeln einerseits ihre Zeit, das Europa um 1900, und haben gleichwohl ihre Bedeutung bis heute nicht eingebüßt. Wedekind wurde vor allem als Theaterautor geschätzt, verboten und gespielt; und noch heute stehen etwa „Lulu“ und die „Kindertragödie: Frühlingserwachen“ auf den Spielplänen großer Bühnen. Wedekind war Teil jenes Fin de Siècle, das wir heute…

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19August | So | 2018

The World is not enough – Metaphysik, Ontologie und praktische Philosophie im Neuen Realismus

Vortrag mit anschließender Diskussion von Dr. Walid Faizzada, Universität Bonn   Der Neue Realismus wendet sich nicht nur gegen die Postmoderne und den Naturalismus, sondern neuerdings auch gegen die Idee der Singularität und tritt für einen aufgeklärten Humanismus ein. Er bestreitet die Existenz der Welt und behauptet gleichzeitig, dass es alles gebe. Diese vermeintliche Ambivalenz erweist sich genau besehen als eine Quelle, aus der zunehmend größere Zuversicht und neuer Mut (zur Wahrheit) geschöpft werden können. Der Vortrag soll in den…

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26August | So | 2018

Japan und die japanische Teezeremonie

Vortrag von Dr. Nicole Hilbrandt Japan und die Entstehung, Entwicklung und Deutung der japanischen Teezeremonie sind Gegenstand des stimmungsvollen Vortrags von Dr. Nicole Hilbrandt, untermalt mit Texten und Lyrik und Impressionen aus japanischen Gärten.

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14Oktober | So | 2018

Wolfgang Koeppen: Amerikafahrt

Lesung mit Stephan Schäfer (Köln)   Wolfgang Koeppens „Amerikafahrt“ zählt zu den Höhepunkten deutscher Reiseliteratur. Im Auftrag des Süddeutschen Rundfunks bereiste Koeppen 1958 die USA mit der Eisenbahn: von New York über Washington und die Südstaaten bis nach Los Angeles und San Francisco. Er zeigt uns das Land vor John F. Kennedy, vor der schwarzen Bürgerrechtsbewegung und natürlich auch vor Woodstock. Wortgewaltig versteht es Koeppen hinter der Fülle von Einzelszenen die Zusammenhänge sichtbar zu machen. Immer schwankend zwischen Begeisterung und…

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11November | So | 2018

Paula Hiertz: Paula, ein Leben

„Wer mit dem Leben spielt, kommt nie zurecht. Wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer Knecht!“ Diese Worte von Johann Wolfgang von Goethe haben die Autorin durch ihr Leben begleitet. Durch ein Leben, das alle sozialen Strukturen aufweist. Es war ihrem Charakterbild gegeben, sich aus diesen Strukturen heraus eigenständig zu einer Persönlichkeit zu formen. So kann sie auch, als noch lebende Zeitzeugin, helfen, das große, graue Nazi-Mosaik mit ein paar Steinchen zu füllen; in dem auch die ausgesprochen entbehrungsreiche Nachkriegs-…

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25November | So | 2018

„Fortan ist zu sagen: Dichtung zerfällt in Epik, Lyrik, Dramatik und Kritik“

„Fortan ist zu sagen: Dichtung zerfällt in Epik, Lyrik, Dramatik und Kritik“ , so Alfred Kerrs selbstbewusstes Diktum in der Einleitung seiner „Gesammelten Schriften“ 1917. Er war wohl der einflussreichste und wichtigste Kritiker deutscher Sprache im 20. Jh. und prägte die geistige Entwicklung des deutschen Theaters von der Jahrhundertwende an und in den 20er Jahren entscheidend mit – bis 1933. Dann musste er als Jude und entschiedener Nazigegner mit seiner Familie ins Exil fliehen …   Diese Vortragslesung des Schauspielers…

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13Januar | So | 2019

Renee Blume liest aus: „Reise zum Mittelpunkt der Erde“

Renee Blume liest aus: „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne   Die französische Originalausgabe erschien 1864 in Paris und die erste deutsche 1873, fast 10 Jahre später. Jules Verne, der Erfinder und ungeschlagene Meister des Science-Fiction-Romans, hat in „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ eine fantastische Welt geschaffen, die Leser seit vielen Generationen in den Bann zieht: Der Krater des isländischen Sneffels-Vulkans dient Professor Lidenbrock und seinen Gefährten als Eingang ins Innere der Erdkugel, wo sie auf eine labyrintische…

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27Januar | So | 2019

Ayatollah Khomeinis Triumph: Mit Gott an die Macht. 40 Jahre Islamische Republik Iran.

Als Augenzeugin berichtet die Autorin Greta Godberg  – in Verbindung mit eigenen Erzähltexten – über den Verlauf der Iranischen Revolution von 1978/79. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts war Shah Mohammad Reza Pahlevi auf dem besten Weg, das Schwellenland Iran in einen fortschrittlichen Staat nach westlichem Muster zu verwandeln. Seine Visitenkarte war die Hauptstadt Teheran mit ihren im Norden breit angelegten Alleen, modisch herausgeputzten Geschäften und Restaurants, die von westlich gekleideten Einwohnern – darunter Frauen im Outfit letzten französischen…

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03Februar | So | 2019

Isabella Archan: Der Tod bohrt nach

Während Dr. Leocardia Kardiffs nächtlichem Notdienst taucht ein seltsamer Patient in ihrer Zahnarztpraxis auf, der etwas von Giftmord stammelt. Welche Wahl bleibt Leo da? Keine. Sie fühlt dem Bösen auf den Zahn und kommt einer Einführung auf die Spur – und auch eine Leiche lässt nicht lange auf sich warten. Hauptkommissar Zimmer und sein Team ermitteln, doch auch Leo setzt den Bohrer an. Isabella Archan wurde 1965 in Graz geboren. Nach Abitur und Schauspieldiplom folgten Theaterengagements in Österreich, der Schweiz…

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24Februar | So | 2019

Heinrich Heines “Deutschland. Ein Wintermärchen”

Heinrich Heines "Deutschland. Ein Wintermärchen". Szenischer Vortrag von Gerd Buurmann   Ein großer Teil des Gedichtepos "Deutschland. Ein Wintermärchen" von Heinrich Heine spielt in Köln. Der Schauspieler und Autor Gerd Buurmann präsentiert die Verse des Dichters und gibt einen historischen Einblick auf die Geschichten, die in dem Epos erzählt werden. Heinrich Heine erklärt zum Beispiel, warum der Bau des Kölner Doms so lange gedauert hat und was es mit dem Rheinwein auf sich hat. Zudem wird die Bedeutung der Texte von…

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10März | So | 2019

Alfred Döblin: Die Ermordung einer Butterblume und andere Erzählungen

Döblins Erzählungen gehören zu den schönsten und experimentierfreudigsten Prosatexten der deutschen Literatur, die völlig zu Unrecht im Schatten von Berlin Alexanderplatz stehen. Am berühmtesten wurde seine Erzählung Die Ermordung einer Butterblume, die als Schlüsseltext des Expressionismus und der literarischen Moderne gilt. Als „phantastische, burleske und groteske Stücke“ hat Döblin diese Texte bezeichnet, in denen er immer wieder ein anderes Gesicht erkennen lässt. Krass expressive und bizarr surrealistische Geschichten stehen neben farbigen Naturvisionen, religiösen Bekenntnissen und amüsanten Satiren. Gemeinsam sind ihnen…

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17März | So | 2019

Tag und Nacht und auch im Sommer

Frank McCourt ist den meisten bekannt als der Autor von Die Asche meiner Mutter, einem Roman über seine irische Kindheit, der weltweit ein Bestseller wurde, für den er den Pulitzer Preis gewann und der erfolgreich verfilmt wurde. Bevor er diesen Roman schrieb, hat Frank McCourt dreißig Jahre lang an New Yorker Schulen unterrichtet, hat versucht, mit unkonventionellsten Methoden launische, genervte oder aufsässige Schüler zu fesseln und ihre Herzen zu gewinnen, was ihm oft Ärger mit Vorgesetzten einbrachte. Vor allem jedoch…

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31März | So | 2019

Erasmus Schöfer liest aus seiner Tetralogie “Die Kinder des Sisyfos”

Erasmus Schöfer zeigt in Die Kinder des Sisyfos Menschen, die arbeiten. Er erzählt von Menschen, die über ihre Lebenssituation nachdenken und darüber, was diese mit dem Zustand der Gesellschaft zu tun hat. Deshalb versuchen sie einzugreifen – und scheitern oft genug dabei. Auch der „der individuelle Gefühlsbereich ist interessant“, und so geht es ihm auch darum, „das Glück und die Delikatesse solcher intimen Begegnungen zwischen Menschen sichtbar zu machen“. Seine Tetralogie ist ein „Epos über die erlebte Zeit, die in…

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14April | So | 2019

Darüber lässt sich nicht streiten! Vom Versuch, mit „Fundamentalisten“ zu diskutieren.

Vortrag mit anschließender Diskussion von Dr. Carsten Roeger und M.A.Laura Martena, Universität zu Köln Moderation: Dr. Hans-Gerhard Neugebauer   Es gibt Diskussionen, in denen plötzlich Meinungen einander unversöhnlich gegenüberstehen. Dies scheint insbesondere dann der Fall zu sein, wenn es um prinzipielle Wertvorstellungen oder Fundamente der eigenen Weltanschauung geht. Obwohl es in einer solchen Situation kaum sinnvoll erscheint, weiter zu diskutieren, enden Diskussionen auch dann oft nicht. Welche Strategien es gibt, prinzipielle Meinungsverschiedenheiten rational aufzulösen, möchten Carsten Roeger und Laura Martena…

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21April | So | 2019

Ruhrgebeatgirls – Die Geschichte der Mädchen-Beatband The Rag Dolls (1965-1969)

Ilse Jung (* 1948) zeichnet in ihrem Buch die Geschichte der deutschen Mädchen-Beatband The Rag Dolls nach, in der sie von 1967-1969 mit Begeisterung Rhythmusgitarre spielte. Was die britische Beatband The Liverbirds im Großen war, war The Rag Dolls im Kleinen, dennoch hatten sie viele Auftritte und daneben mit den üblichen Vorurteilen der damaligen Zeit zu kämpfen, in der Mädchen und Frauen Groupies zu sein hatten. Die Mädchen aus dem Ruhrgebiet hatten jedoch viel zu sehr Spaß daran, Musik zu…

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28April | So | 2019

Hell und Dunkel – Heiteres und Bedenkliches

Eduard Wollitz war viele Jahrzehnte als Opernsänger auf den Bühnen in und außerhalb Europas zuhause, er war Professor und Dekan des Fachbereichs Musik an der Universität Mainz und nach seiner Sängerkarriere auch als Rezitator tätig. 1929 geboren, hat er die Auswirkungen von Krieg, Entbehrungen und Bedrohungen für Leib und Leben erfahren. Vor diesem Hintergrund fragt er sich in Hell und Dunkel, wie wohl die Menschen in hundert Jahren auf unserer Erde leben werden: bei fallenden Geburtenraten, einer großen Zahl sehr…

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24Mai | Fr | 2019

“Darüber könnte ich ein Buch schreiben”. Lesung über kreatives und biografisches Schreiben

„Darüber könnte  ich ein Buch schreiben!“ Da widerfährt jemandem Ungeheuerliches oder sein Leben oder das eines anderen sollten unbedingt zu Papier gebracht werden. Andere wiederum haben eine Idee zu einem Roman oder möchten ihre Gefühle in lyrischen Worten festhalten. Renate Naber weiß, wie man Ideen aufs Papier und zwischen zwei Buchdeckel bekommt. Die WDR Autorin und Schriftstellerin ist Inhaberin und Dozentin des „IBiS - Institut für biografisches und kreatives Schreiben“ in Köln-Porz. Viele Studenten und Studentinnen ihrer Schreibschule haben es…

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26Mai | So | 2019

Stadtleben. Lyrikperformance von Marina Lenares mit Konstantin Gockel

Marina Linares präsentiert kurze poetische und lyrische Texte in einer bilderreichen und klangvollen Sprache. Ihr Programm mit aktuellen Texten, überwiegend aus ihrem Band Stadtleben, handelt vom Leben in der Großstadt, von Mobilität und Medienwelt, Alltag und Freizeit, Anonymität und Geselligkeit. Der rhythmisch und lautmalerisch gestaltete Sprachklang kommt musikalischem Ausdruck sehr nahe – und wird von dem Violinisten und Komponisten Konstantin Gockel melodisch und akzentuiert beantwortet. Lyrik und Musik begegnen sich im Dialog: Sie inspirieren sich, beziehen sich wechselseitig aufeinander und…

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16Juni | So | 2019

Rainer Maria Rilke – ‘Du musst das Leben nicht verstehen’

Auch Rainer Maria Rilke war kein Heiliger, Rilke war ungleich mehr: ein Geck, ein Gaukler, ein genialer Künstler. Glanzlichter der Poesie skizzieren ein Leben verschwenderischer Produktivität, voller Lieb- und Leidenschaften.                                 Andreas Grude rezitiert und kommentiert Leben und Werk des Dichters Rainer Maria Rilke; Meister-Gitarristin Andrea Gémes begleitet die Matinee musikalisch.

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23Juni | So | 2019

Zweideutigkeit (Ambiguität) tolerieren können: Der Zusammenhalt einer Gesellschaft erfordert Ambiguitätstoleranz

Vortrag mit anschließender Diskussion von Dr. Hans-Gerhard Neugebauer   Alle Kulturen kennen die Herausforderung, mit Mehrdeutigkeit, Ambiguität umgehen zu müssen. Der aus der Psychologie stammende Begriff der Ambiguitätstoleranz findet zunehmend Eingang auch in die Kulturwissenschaften. Dort bezeichnet er die Fähigkeit und Bereitschaft einer Gesellschaft, verschiedene, einander vielleicht sogar widersprechende Präferenzen und Normierungen neben- und miteinander bestehen zu lassen. Solcher Ambiguitätstolerenz steht eine Tendenz zur Vereindeutigung entgegen, die alles daran setzt, einer bestimmten und eindeutigen Festlegung Geltung zu verschaffen. In einer…

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07Juli | So | 2019

Ökologischer Holismus auf der Grundlage einer materialen Wertethik und das Problem der Wahrnehmung in Zeiten des iconic turns

Vortrag von Dr. Evrim Kutlu und Gerhard Nurtsch mit anschließender Diskussion                         Es vergeht kein Tag, an dem nicht von Krisen und Katastrophen berichtet wird, die ihren Grund in dem menschengemachten Klimawandel haben. Die Philosophie ist aufgefordert, auf diese Herausforderungen angemessen zu reagieren. Schon seit den 70er Jahren haben sich viele Theorien zur Umweltethik und ökologischer Ethik formiert, die sich in ihrer Begründung für den Erhalt und Schutz der Natur voneinander unterscheiden. In dem ersten Teil des Vortrags wird Evrim…

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14Juli | So | 2019

Heimito von Doderer: Die Strudlhofstiege (1951)

Heimito von Doderer gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller Österreichs, sein Roman „Die Strudlhofstiege“ zählt zu den epochalen Großstadtromanen des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die Stadt Wien der Jahre 1923-25 bzw. 1910/11 und die „Menschwerdung“ des Amtsrats und Majors a.D. Melzer. Dessen Leben läuft immer irgendwie an ihm vorbei, bis er endlich doch zu sich selbst findet. Die titelgebende Strudlhofstiege ist dabei Dreh- und Angelpunkt der mit vielen Zeitsprüngen raffiniert ineinander verflochtenen Erzählstränge, verbindet sie doch einen alten und…

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21Juli | So | 2019

Heitere Aufklärung. Grundprobleme einer Philosophie der Komik und des Humors

Vortrag mit anschließender Diskussion von Professor Dr. Rudolf Lüthe, Aachen Was bringt uns eigentlich zum Lachen? Ist möglicherweise Mitleidlosigkeit eine wesentliche Voraussetzung für die genussvolle Erfahrung des Komischen? Vielleicht ist es auch notwendig, dass wir uns überlegen fühlen, um über andere lachen zu können. Andere Aspekte des Komischen sind noch: Widersprüchlichkeit als Basis der Erheiterung, das Harmlosigkeitspostulat, der erzieherische Aspekt des Verlachtwerdens sowie die Beziehung von Schadenfreude und Erleichterung. Diese theoretischen Überlegungen werden im Vortrag durch zahlreiche Beispiele aus dem…

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28Juli | So | 2019

„KUNSTKUNST“

Durch den Kunstfälscherskandal Wolfgang Beltracchi inspirierte Novelle von Brigitte Halewitsch aus Kafkas Welten (BOD 2019 Neuauflage) Was Kunst sein soll. Zwei vom Charakter und von ihrer Herkunft extrem gegensätzliche junge Männer, die sich seit der gemeinsamen Schulzeit in einer ländlichen Zwergschule kennen, begegnen sich im Kunststudium wieder. Olaf, vielfach begabter Sohn einer alleinerziehenden Alkoholikerin, ist der melancholische Sinnsucher, der auch in der Kunst nicht finden kann, was er überall vergeblich sucht. Waldemar, cleverer Spross einer reichen Bauernfamilie, verdankt seinen Schulerfolg…

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11August | So | 2019

Heinrich Bischoff: Die Macht der Armseligen

Heinrich Bischoff: Die Macht der Armseligen   Ein Verkehrsunfall mit Todesfolge. Das Opfer: Karl Krapps, Betriebsratsvorsitzender der Titanus-Versicherung in Köln. Er trieb Johann Bassinger, Prokurist in diesem Unternehmen, in den Tod. Die Unfallverursacherin: Lore Bassinger, dessen Witwe. Ist es ein Spiel mit umgekehrten Vorzeichen? Werden die Machenschaften in der Versicherung aufgedeckt? Gibt es Möglichkeiten, das Schweigekartell zu durchbrechen? Rechtsanwalt Rainer Seeger sieht die Gelegenheit, in dem Prozess gegen Lore Bassinger das System gründlich vorzuführen. "Heinrich Bischoff blickt in seinem Krimi…

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18August | So | 2019

Wildnis: Ein besonderes Mensch-Natur-Verhältnis im Anthropozän?

 Vortrag mit anschließender Diskussion von Dr. Christina Pinsdorf, Universität Bonn Moderation: Esther Fabian Im Mai 2019 legte der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) in Paris den UN-Sachstandsbericht zum Artensterben vor: Ca. 1. Mio. Spezies, d.h. ca. 25% aller Tier- und Pflanzenarten, sind vom Aussterben bedroht. Als Hauptgrund ausgemacht wurde: die Landnutzung. Der US-amerikanische Forstwissenschaftler, Ökologe und Jäger Aldo Leopold (1887-1948) hat sich Zeit seines Lebens intensiv mit der Nutzung des Landes, den daraus resultierenden Konsequenzen und der grundlegenden Stellung des Menschen in der…

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25August | So | 2019

Lyrik für alle Lebenslagen – Gedichte, die (fast) alle Bereiche menschlichen Daseins ausleuchten

Das verspricht unterhaltsam zu werden, wenn die Texte von Kurt Tucholsky, Erich Kästner und Mascha Kaléko stammen. Aber entspannen Sie sich nicht zu früh - manches, was diese Meisterin und Meister der Beobachtung zu Papier brachten, lässt den Atem stocken. Alltag in den 20ern, Naturbetrachtung, Liebe und Familie und die leidige Politik – mit allem haben sie  sich befasst. Besonders Erich Kästner und Kurt Tucholsky werden im Zusammenhang der Neuen Sachlichkeit immer wieder genannt. Mascha Kaléko hat zwar noch nach…

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08September | So | 2019

Rainer Maria Rilke – ‘Du musst das Leben nicht verstehen’

Auch Rainer Maria Rilke war kein Heiliger, Rilke war ungleich mehr: ein Geck, ein Gaukler, ein genialer Künstler. Glanzlichter der Poesie skizzieren ein Leben verschwenderischer Produktivität, voller Lieb- und Leidenschaften. Andreas Grude rezitiert und kommentiert Leben und Werk des Dichters Rainer Maria Rilke; Meister-Gitarristin Andrea Gémes begleitet die Matinee musikalisch. Eintritt frei. Da die Künstler ohne Gage auftreten, wird um Spenden für sie gebeten. Einlass 10:00 Uhr, Beginn 11:00 Uhr, Anmeldung erbeten bis 7. 9. 2019 über philimu.veranstaltungen@gmx.de.

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22September | So | 2019

Was ist das Böse? Antworten auf die Frage nach dem Bösen in Philosophie und Kunst

Vortrag von Viktoria Burkert M.A., mit anschließender Diskussion Moderation: Gerd Buurmann Die Frage nach dem Bösen beschäftigt uns Menschen seit jeher - sei dies als Frage nach dem Bösen als solchem im Sinne einer anonymen negativen Macht, als personifiziertes Böses oder als Gegenbegriff zum Guten. Im Rahmen eines Überblicks über wirkmächtige philosophische Theorien des Bösen innerhalb der abendländischen Tradition ausgehend von Platon über Kant und Hegel bis hin zur Moderne und zur neueren deutschen und französischen Philosophie des 20. Jahrhunderts…

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29September | So | 2019

Eduard Mörike: Mozart auf der Reise nach Prag

Eduard Mörike schreibt diese Novelle aus Anlass des 100. Geburtstages von Wolfgang Amadeus Mozart. Tatsächlich reiste dieser im Herbst 1787 zur Uraufführung seiner Oper „Don Giovanni“ nach Prag, und doch handelt es sich nicht um eine historische Novelle. Mörike verfolgt vielmehr, wie er selbst sagt, die Absicht, „ein kleines Charaktergemälde Mozarts aufzustellen mit Zugrundelegung frei erfundener Situationen“. Indem er 24 Stunden aus dem Leben des von ihm verehrten Komponisten herausgreift, vermittelt er bemerkenswerte Einblicke in dessen Leben und Schaffen. Darüber…

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13Oktober | So | 2019

Ich liebe an der Literatur auch das Handwerk, das kein Ziel ist, aber eine Voraussetzung“ (Tucholsky) – der Autor als Kritiker

                     Am Beispiel von verschiedenen Autoren der klassischen Moderne, die über Stil und Qualitäten anderer Kollegen schreiben, werden nicht nur eigene Standpunkte der jeweiligen Schriftsteller , sondern auch allgemeine Kriterien für die Beurteilung von Literatur formuliert, die ihre Gültigkeit bis heute nicht verloren haben. So äußert sich z.B. Alfred Kerr über Gustave Flauberts „L‘ éducation sentimentale“, Kurt Tucholsky spricht prägnant über gelungene und weniger gelungene Gedichte Bertolt Brechts, Alfred Polgar charakterisiert den meisterhaften Romanautor Joseph Roth oder die außergewöhnliche Qualität…

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20Oktober | So | 2019

Verblendung und Vorurteil. Virtuelle Realisation bei Elias Canetti und Henri Bergson

Vortrag mit anschließender Diskussion von Dr. Gabriele Münnix Moderation: Dr. Hans Gerhard Neugebauer                         Zwei Literaturnobelpreisträger werden miteinander ins Gespräch gebracht, die sich beide auch mit Philosophie und Psychologie beschäftigt haben. Elias Canettis Hauptwerk zur Psychologie der Masse kann als philosophisch gelten. Der Philosoph Henri Bergson hat mit seiner Lebensphilosophie in die Literatur hineingewirkt. Beide Autoren entwickeln eine Philosophie des Vorurteils, der eine anhand eines philosophisch reflektierten Romans, Die Blendung, der andere mit einem theoretischen Werk, Materie und Gedächtnis, das…

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27Oktober | So | 2019

Der Nathan-Komplex

Ein Kammerspiel mit Vortrag von Gerd Buurmann zum christlich-jüdischen Verhältnis mit Texten von Heine und Shakespeare Vorträge über Antisemitismus haben Konjunktur. Gerd Buurmann macht es mit dem Nathan-Komplex anders: Er erzählt von einer zweitausend Jahre alten Geschichte zwischen Zusammenarbeit und Verfolgung und nimmt dabei besonders drei jüdische Persönlichkeiten in den Fokus, die die christliche Welt besonders geprägt haben: Jesus, Shylock und Nathan. "Rhetorisch gut strukturiert und mit Hilfe schauspielerischer Einlagen, schafft Gerd Buurmann es, das komplizierte Thema Antisemitismus auf eine…

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10November | So | 2019

Kunstmärchen von Oscar Wilde.

Oscar Wilde, geboren am 16. Oktober 1854 in Dublin, gestorben am 30. November 1900 in Paris, wurde zum bekanntesten aber auch umstrittensten Schriftsteller seiner Zeit. An einen Freund schrieb er einmal: "Der Welt erscheine ich bloß wie ein Dandy – es ist nicht klug, der Welt das eigene Herz zu zeigen. In solch einem geschmacklosen Zeitalter wie diesem brauchen wir alle Masken." Wichtige Themen für ihn waren die Moralität von Sinnlichkeit und Hedonismus im Viktorianismus. „Das Bildnis des Dorian Grey“…

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17November | So | 2019

Poesie und Pegida. Der Beitrag der Poesie zur Förderung der Ambiguitätstoleranz

Vortrag mit anschließender Diskussion von Manfred Enzensperger Moderation: Dr. Hans Gerhard Neugebauer   Das Fremde, Unbestimmte scheint von immer mehr Menschen als persönliche Bedrohung empfunden zu werden, die Angst hervorruft, die sich infolge in Projektionen auf Feindbilder und politischen Radikalisierungen Bahn bricht. Eine einschlägige Beschreibung der Wirkung von Poesie ist, dass sie Fremdes vertraut und Vertrautes fremd macht. In seinem Vortrag mit Gedichtbeispielen plädiert Manfred Enzensperger für einen anderen Umgang mit Unbestimmtheit. Eintritt 6,-- €/ Schüler, Studierende, Köln-Pass-Inhaber 3,-- €…

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