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Unnütze Gedichte

Was in Rolf Polanders »unnützen Gedichten« zum größten Teil in Reime verpackt und metrisch zurechtgestutzt, daherkommt, sind skurrile Geschichten, Momentaufnahmen sowie Fabeln mit und ohne Moral. Es tut sich eine Bühne auf, wo Tiere, Menschen und Gegenstände, ja sogar Abstraktes, miteinander agieren. Dabei geht es um die kleineren und größeren Katastrophen des Alltags und ebenso um die heimliche Absurdität des “normalen” Laufs der Dinge, um das, was passiert, das, was passieren könnte, und um Unmögliches, das im Gedicht möglich werden kann.

Die “unnützen Gedichte” sind Ergebnisse eines Spiels mit Wörtern und ihren Bedeutungen. Und zum Spiel gehört es, dass der Ausgang ungewiss ist: Die Bedeutungen der Wörter können sich im Gedicht umkehren, der Sinn, den man glaubte, erkannt zu haben, wird auf den Kopf gestellt oder hat sich gar davongemacht – denn manchmal drehen einem die Wörter eine Nase.