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„…nur Frauen können Briefe schreiben“.

Das zweibändige Werk versammelt die Erträge einer internationalen Tagung in Kraków zum Thema Briefe und Briefpublikationen von Autorinnen des 18., 19. und 20. Jahrhunderts. Ingo Breuer (Universität Köln) referierte über Frauen-Zimmer, Brief-Räume. Über einige Topographien weiblicher Briefkultur im 18. Jahrhundert; Nikolaus Gatter (Vorsitzender der Varnhagen Gesellschaft e. V.) behandelte „Spreu“, „Kehricht“, „Goldkörner“, „Aergerniß“? Skandalöse Briefbücher von Herausgeberinnen aus dem Varnhagenkreis.

Erschienen: August 2019
Berlin / Bern / Bruxelles / New York / Oxford / Warszawa / Wien 2019
Reihe: Perspektiven der Literatur- und Kulturwissenschaft, Bd. 3 und Bd. 4

Die gegenwärtigen digitalen Formen des Kommunizierens gehen zweifelsohne Anlass zu Reflexionen über die Geschichte der Gattung Brief, über Brieftheorien und Briefautor_innen. Diese Voraussetzungen ließen internationale Briefforscher_innen vom 3. bis 5. März 2017 im Gebäude der Jagiellonen-Bibliothek in Kraków zu einer Tagung zusammenkommen und über die Briefentwicklung seit dem 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart nachdenken. Diese vertieften Reflexionen finden in den beiden vorliegenden Bänden ihren Niederschlag. Die Aufsätze verbindet das Bestreben, die Ästhetik des weiblichen Briefes aus drei Jahrhunderten einer kulturhistorischen Bilanz zu unterziehen, den Einfluss von gesellschaftlichen und kulturellen Faktoren und die Entfaltung der weiblichen Briefkultur zu untersuchen sowie die Aufgaben der heutigen Briefedition und den Umgang mit Nachlässen zu erwägen.