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08Dezember | Do | 2022
09Dezember | Fr | 2022
10Dezember | Sa | 2022
14Dezember | Mi | 2022
15Dezember | Do | 2022
16Dezember | Fr | 2022
18Dezember | So | 2022
19Dezember | Mo | 2022
29Dezember | Do | 2022

KLiteratur meets GYM: what’s love got to do damit?

Das GYM -Heft für Literatur als Kraftsport - bringt Autor*innen und Redakteur*innen mit und liefert auch gleich den Anlass, sich ohne Angst vor großen Gefühlen und Peinlichkeiten ganz der LOVE zu widmen. Genau zur richtig, kalnte und dunklen Zeit sprechen wir mit den Macher*innen des GYMs über ihre aktuelle Ausgabe zum Thema Liebe und ihr Zeitschriftenmachen. Mit Nora Schramm, Marie Sturm und Tobias Schulenburg kommen gleich 3 Kölner Autor*innen und zeigen Texte über, für, gegen, sicher aber mit jeder Menge…

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30Dezember | Fr | 2022

Morgen, Kinder, wird’s was geben …

Krieg, Pandemie, Energiekrise, Klimakatastrophe, soziale Not, Obdachlosigkeit, Flüchtlinge: schon lange standen Weihnachten und Neujahr unter keinem so schlechten Stern wie 2022. Vielen Menschen ist nicht nur die Lust am Feiern vergangen, sie können es schlicht nicht mehr, weil ihnen das Geld fehlt, ob für Geschenke, den Weihnachtsschmaus oder die Stromrechnung. Neun Autorinnen und Autoren aus Leverkusen und Köln haben sich Gedanken dazu gemacht. Der Eintritt ist frei. Spenden gehen an Ingo Erven, einen Betroffenen sexueller Gewalt in der katholischen Kirche.…

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08Januar | So | 2023

E.T.A. Hoffmann

Das schriftstellerische Werk des Juristen, Komponisten und Kapellmeisters E.T.A. Hoffmann war überaus erfolgreich. Das Typische der „Klassiker“ hatte bei ihm allerdings keinerlei Platz – ihn beschäftigte der normwidrige Charakter. Durch die Fantasiestücke, sein Erstling von 1814, wie die Nachtstücke von 1816 wurde er rasch als „Gespenster-Hoffmann“ populär. Rainer Schrapers begleitet das Programm mit Musik der Komponisten, auf die sich Hoffmann immer wieder bezieht: u.a. von Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig von Beethoven. Die Tiere wie Meister Floh, der Hund Berganza…

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12Januar | Do | 2023

Literarischer Salon: Rachel Cusk

Bereits mit ihrer Romantrilogie Outline berühmt, wirbelte Rachel Cusk mit ihrem Memoir zum Muttersein (Lebenswerk) alle Positionen im Geschlechterkampf durcheinander. Zuletzt erschienen kurz hintereinander ein Essayband und ein Roman, Coventry und Der andere Ort (alles Suhrkamp), und über beides möchten Guy Helminger und Navid Kermani im Literarischen Salon mit Rachel Cusk sprechen, die Form und Idee zu einer leuchtenden Einheit bringt. Veranstaltungspartner: Stadtgarten, Heinrich-Böll-Stiftung, Kulturamt der Stadt Köln, Buchhandlung Klaus Bittner Foto: (c) Suhrkamp Verlag

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EAT SLEEP WRITE READ – Leseprobe 2022. Abschlusslesung des diesjährigen Jahrgangs der Kölner Schreibschule für Jugendliche

Die jungen Autorinnen und Autoren des diesjährigen Jahrgangs der Kölner Schreibschule für Jugendliche präsentieren im Rahmen einer öffentlichen Lesung ihre Abschlussarbeiten:
Matilda Brand, Maximilian Filor, Eva Hauser, Lisa Hefftler, Greta Kemmler, Antonia Meera Khalili, Barbara Klei, Maya Kuzu, Mara Reblin, Sophia Reinecke, Leonie Schotten, Anna Spiegels, Thea Aimée Tekumé Steimer Thorson, Annika Windisch
Die Lesung wird moderiert vom Leiter der Schreibschule, dem Autor Patrick Findeis.

In der Kölner Schreibschule treffen sich Jugendliche und junge Erwachsene an fünf Wochenenden im Jahr zum Schreiben und Austauschen. Jede*r Autor*in wird individuell von Patrick Findeis betreut und bekommt Rückmeldungen aus der Gruppe. Wer zwischen 15 und 20 Jahre alt ist und im kommenden Jahr an der Schreibschule teilnehmen möchte, kann sich bis zum 31. Januar 2023 mit eigenen Texten bei der SK Stiftung Kultur bewerben, mehr Infos unter www.sk-kultur.de/schreibschule

Sebastian Meschenmoser: Die verflixten sieben Geißlein

Eine wunderbare Märchenparodie von Sebastian Meschenmoser auf die Geschichte der Brüder Grimm

Der Wolf hat den perfekten Plan ausgeheckt, damit ihm die sieben Geißlein die Türe öffnen: Er hat sich als Ziegenmutter verkleidet! Doch was ist das? Im ganzen Haus ist weit und breit kein einziges Geißlein zu sehen. Dafür aber umso mehr Gerümpel und Unordnung! Um die sieben Geißlein zu finden, …

Was für ein Heidenspaß, den Wolf und die sieben Geißlein auf den wimmeligen Bildern durchs ganze Haus zu verfolgen!

Sebastian Meschenmoser, 1980 geboren, studierte bildende Kunst in Mainz. Er ist Autor und Illustrator zahlreicher Bilderbücher, mehrere davon wurden für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. 2019 erschien eine von ihm illustrierte Schmuckausgabe der Unendlichen Geschichte von Michael Ende. Sebastian Meschenmoser lebt mit seiner Familie Berlin.

Die Veranstaltung dauert ca. 45 Minuten

Anmeldung unter: 0221-9955580 oder dettmann@literaturhaus-koeln.de

Foto: © Jan Ulrich Schmidt

Anfangen, wo es anfängt – Neue Texte aus dem Literatur-Atelier Köln

Wie fängt ein Roman an? Wo beginnt Schreiben und wie geht es weiter? Wissen Autorinnen und Autoren, wie ihr Text endet?

Doch nicht nur Romane haben Anfang und Ende. Sieben Mitglieder des Literatur-Ateliers lesen und erzählen im Gespräch mit Ekkehard Skoruppa über Kriege, ganze Epochen und nicht zuletzt darüber, was es heißt, am Leben zu sein.

Von Agnieszka Lessmann, Bettina Hesse und Markus Behr gibt es echte Romananfänge: Da wird beim Ausräumen einer Wohnung eine Mutter von der Erinnerung an die Geburt ihrer Tochter beinahe von der Leiter gefegt, da sucht eine Restauratorin nach den verschütteten Erinnerungen an ein Kindheitstrauma, und in »Schrittezählen« merkt ein Vater, dass das Leben mit Arbeitsagentur, pubertierenden Kindern und Putin viel komplizierter ist als das empfohlene Schrittezählen. Maik Schurkus ist den Anfängen einer ganzen Epoche auf der Spur, der Aufklärung, in der es nicht nur große Geister, sondern auch große Geisterbeschwörer gab. Joachim Geil liest eine Erzählung vom nahenden Ende eines Krieges und Nicol Goudarzi schreibt in »Beinarbeit«, wie der Eindruck, den ein Vater von seiner Tochter und ihrem neuen Freund hat, am Anfang völlig anders erscheint als am Ende. Den Anfang des Abends macht Anke Glasmacher mit dem Morgen im ersten ihrer Gedichte.

Diese Veranstaltung können Sie auch im Livestream verfolgen. Tickets zum Livestream hier.

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts Köln

09.12.22, Freitag, 19.30 Uhr
Ort: Literaturhaus Köln
Eintritt: 9 / 7 €

Das Literaturatelier Köln wird gefördert von:

 

Buchpremiere “Solo für Phyllis”

Lesung & Gespräch mit Christoph Danne. Eintritt frei, es gibt einen Büchertisch und Gelegenheit für Getränk & Plauderei an der Theke. Moderation: Peter Rosenthal.

Take away. Literatur unterwegs

Mit Take away. Literatur unterwegs bringt das Literaturhaus Texte und Gespräche an unerwartete Orte und zu den Menschen – in den öffentlichen Raum, mitten in die Stadt Köln.

Ein Projekt für Passant*innen und Menschen, die sich für die Stadt interessieren. In der sechsten Folge (später auch als Podcast unter www.takeaway-literatur.de nachzuhören) sprechen die Moderator*innen Svenja Reiner und Tilman Strasser mit Vera Vorneweg und Julia von Lucadou.

Mit freundlicher Unterstützung: Kunststiftung NRW, Kulturamt der Stadt Köln und Unser Ebertplatz

Foto: Vera Vorneweg, (c) Andreas Endermann

SHORT STORY NIGHT mit Jovana Reisinger, Joachim Geil, Ulrike Anna Bleier, Thomas Empl & Vera Vorneweg

Save the date! 💾 Am 14. Dezember gibt es die SHORT STORY NIGHT das erste Mal in den gemütlichen Räumen des Kunsthafens am Kölner Rheinauhafen. 🤩

Wir freuen uns auf einen tollen Abend mit fünf großartigen Autor*innen und ihren Kurzgeschichten. Weitere Infos bald! 👀

Lesende:

Jovana Reisinger
Joachim Geil
Ulrike Anna Bleier
Thomas Empl
Vera Vorneweg

Tickets gibt es hier.

Vielen Dank an die Unterstützer der SHORT STORY NIGHT!

Literarischer Salon: Robert Menasse

Guy Helminger und Thomas Empl begrüßen im Literarischen Salon Robert Menasse.
Mit seinem Roman Die Hauptstadt (Suhrkamp) gelang Robert Menasse, geboren 1954 in Wien, einer der größten literarischen Erfolge der letzten Jahre: 2017 mit dem Deutschen Buchpreis prämiert, von Kritikern bejubelt und über Monate auf der Bestsellerliste. Guy Helminger und Navid Kermani waren ebenfalls hingerissen vom anarchischen Witz und politischen Ernst dieses Brüsseler Spektakulums – und erst recht von den Charakterbildern, die viel zu verrückt sind, um ausgedacht zu sein. Denn eine Rechercheleistung in den Kammern und Kantinen der EU-Institutionen war Die Hauptstadt außerdem. Danach zog Menasse sich aus der Öffentlichkeit zurück; nicht einmal seine polemischen, scharfzüngigen, leidenschaftlichen Widerworte gegen den Nationalismus waren mehr zu hören. Als Guy Helminger und Navid Kermani erfuhren, dass im Herbst endlich ein neuer Roman erscheint, Arbeitstitel: Die Erweiterung (Suhrkamp), sprachen sie die Einladung ausnahmsweise ohne vorherige Lektüre aus – denn schlecht zu schreiben, das hat Robert Menasse noch nie hingekriegt.

Moderation: Navid Kermani und Thomas Empl (in Vertretung für Guy Helminger)

Veranstaltungspartner: Stadtgarten, Heinrich-Böll-Stiftung, Kulturamt der Stadt Köln, Buchhandlung Klaus Bittner

Kölner Förderpreis für junge Literatur 2022

Fünf Autor*innen lesen um die drei begehrten Förderpreise! Eintritt frei.

Aus über 70 Einsendungen hat die LAND IN SICHT Redaktion fünf Finalist*innen ausgewählt, die am Freitag, 16. Dezember 2022 ab 19 Uhr, im VHS Forum im Museum am Neumarkt ihre Texte vor Publikum öffentlich vortragen werden. Wir freuen uns auf die Lesungen von:

Matthias Becher
Lisa Dohmstreich
Lisa James
Nora Deetje Leggemann
Sahar Rezaei

Unter den Finalist*innen vergibt eine dreiköpfige Jury bestehend aus der Leiterin des Kölner Literaturhauses, Bettina Fischer, der Autorin Angelika Hensgen und dem Literatur-Redakteur Jan Drees die drei Förderpreise im Anschluss an die Lesungen.

Erster Preis: 500 Euro
Zweiter Preis: 250 Euro
Dritter Preis: 150 Euro

Darüber hinaus wird bei der öffentlichen Lesung ein Publikumspreis in Höhe von 150 Euro vergeben. Alle im Publikum vor Ort anwesenden Personen können ihre Stimme abgeben. Kommt zahlreich und entscheidet mit!

Der Kölner Förderpreis für junge Literatur wird vom Kulturamt der Stadt Köln, der Kunststiftung NRW, der RheinEnergieStiftung Kultur, verdi und der VHS Köln unterstützt. Vielen Dank!

Das samtene Chalet – Release-Lesung mit Moderation von Svenja Reiner

Ein Dickicht an Texten, das einlädt, sich ganz kurz zu verlieren.

Fünf Tage in einer abgelegenen Waldhütte in Frankreich. Jonathan @derloeffelbein, Saman @ulrepforte und Reno, die sich von Twitter kennen und nichts tun außer essen, trinken, rauchen, schreiben. In dieser Zeit entstanden fast 100 Texte, die gemeinsam dieses Buch ergeben. Lyrik, Miniaturen, Witze, Aphorismen, Geschichten. Themen und Motive wiederholen sich, tauchen auf und ab, variieren, je nachdem, welcher der drei Köpfe sie bearbeitet. Ein Dickicht an Texten, das einlädt, sich ganz kurz zu verlieren. Willkommen im samtenen Chalet.

Tickets gibt es bei der Wohngemeinschaft oder bei rausgegangen.

The Word is not enough · Der Poetry Slam im Blue Shell

Alexander Bach, der Gentleman-Literaturagent des Gesprochenen Wortes, präsentiert an jedem dritten Sonntag im Monat im Kölner Szeneclub »Blue Shell« wagemutige
Wortartisten und aufregende Wortgefechte. Seine Mission: »The Word is not enough«! Es geht um kurze, knackige Texte, charmante Performance und lebendigen Vortrag. 5 Minuten für Literaturclips und Spoken Word wie es im Buche steht. Das Publikum bewertet jeden Vortrag mittels Stimmkarten und entscheidet über Einzug ins Halbfinale und Finale – und ermittelt unter den Guten den Besten des Abends.

Der Gastgeber

Alexander Bach
*1971 in Düsseldorf, lebt in Köln.
Autor, Spoken-Word-Performer und Literaturaktivist in der freien Kölner Literaturszene. Veranstalter zahlreicher Lesereihen und Festivals, darunter der Poetry Slam »The Word is not enough«. Soloprogramme als Erzähler und zahlreiche Auftritte auf Poetry Slams und Open Mikes, als Gast diverser Lesebühnen und in unterschiedlichsten Kleinkunst-Shows. »AusLese« Preis der »Stiftung Lesen« [1998]. Seit 2020 veröffentlicht er auf der Social-Payment-Plattform Patreon regelmäßig Hörbücher sowie einen Roman, den er täglich um jeweils einen Satz fortschreibt.

www.andersvorgestellt.de | www.patreon.com/alexanderbach

 

Weitere Termine:
15. Januar 2023 | 22. Februar 2023 | 19. März 2023 | 16. April 2023

Gregor Höppner „Le nom perdu“ – Der verlorene Name

Vier Jahrzehnte nach ihrem Tod findet der Schauspieler Gregor Höppner im Tagebuch seiner Mutter den Namen eines französischen Kriegsgefangenen und stößt so auf die Geschichte der großen, geheimen
Liebe einer selbstbewussten, jungen Frau während des Zweiten Weltkriegs voller ungestillter Sehnsüchte und unerfüllter Hoffnungen.

Musik von und mit Ferdinand Schwarz

KLiteratur meets GYM: what’s love got to do damit?

Das GYM –Heft für Literatur als Kraftsport – bringt Autor*innen und Redakteur*innen mit und liefert auch gleich den Anlass, sich ohne Angst vor großen Gefühlen und Peinlichkeiten ganz der LOVE zu widmen. Genau zur richtig, kalnte und dunklen Zeit sprechen wir mit den Macher*innen des GYMs über ihre aktuelle Ausgabe zum Thema Liebe und ihr Zeitschriftenmachen. Mit Nora Schramm, Marie Sturm und Tobias Schulenburg kommen gleich 3 Kölner Autor*innen und zeigen Texte über, für, gegen, sicher aber mit jeder Menge Liebe. Moderiert wird der Abend vom Mitherausgeber der Kölner Literaturzeitschrift, Bo Franke.

Nora Schramm, studierte Kultur- und Literaturwissenschaften in Gießen und San José und lebt jetzt in Köln, studiert dort im Master Theorien und Praktiken professionellen Schreibens. Mit ihrem aktuellen Romanprojekt war sie Stipendiatin des Landes NRW, der Jürgen-Ponto-Stiftung, sowie der Stadt Baden-Baden. 2021 nahm sie mit einer Kurzgeschichten-Sammlung am 1:1 Mentoringprogramm des Literaturbüro NRW teil, 2022 war sie Preisträgerin beim TEXTSTREICH-Wettbewerb für neue Lyrik. Ihre Texte wurden in verschiedenen Literaturzeitschriften veröffentlicht.

Marie Sturm, lebt und arbeitet in Köln und Berlin. Studierte freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf, zurzeit studiert sie postgradiert Literarisches Schreiben an der Kunsthochschule für Medien Köln. Sie ist Kuratorin im Gold+Beton am Ebertplatz in Köln und war Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift KURZE. Für den Instagramkanal vier.ruhr entwickelte und schrieb sie die Videokolumne „Die Flaneuse von Mülheim“. Zurzeit arbeitet sie an ihrem ersten Roman.

Tobias Schulenburg, zeichnet und schreibt, lebt in Köln. Von 2008 – 12 studierte er Automobildesign, seit 2011 arbeitet er on-off in diversen Nebenjobs, 2012/13 und 2017/18 bezog er Hartz IV. 2015 gab er das Rauchen auf, 2018 fing er ein Kunststudium an. 2020 erschien sein erster Gedichtband es sich schön machen bei der parasitenpresse. 2022 nahm er an den Residenzprogrammen von stadt.land.text, dem Literarischen Kolloquium Berlin und dem Center for Literature Burg Hülshoff teil. 2023 wird er eine Produktion der Theaterwerkstatt Bethel als Autor begleiten.

Du und Ihr und Sie sind herzlichst dazu eingeladen, das Jahr mit uns am 29.12. liebevoll ausklingen zu lassen.

Morgen, Kinder, wird’s was geben …

Krieg, Pandemie, Energiekrise, Klimakatastrophe, soziale Not, Obdachlosigkeit, Flüchtlinge: schon lange standen Weihnachten und Neujahr unter keinem so schlechten Stern wie 2022. Vielen Menschen ist nicht nur die Lust am Feiern vergangen, sie können es schlicht nicht mehr, weil ihnen das Geld fehlt, ob für Geschenke, den Weihnachtsschmaus oder die Stromrechnung. Neun Autorinnen und Autoren aus Leverkusen und Köln haben sich Gedanken dazu gemacht.

Der Eintritt ist frei. Spenden gehen an Ingo Erven, einen Betroffenen sexueller Gewalt in der katholischen Kirche. Vor ein paar Wochen haben drei Studierende der Hochschule für Design (Düsseldorf) in einer Installation in der Kölner Kirche St. Gertrud seine Geschichte erzählt.

E.T.A. Hoffmann

Das schriftstellerische Werk des Juristen, Komponisten und Kapellmeisters E.T.A. Hoffmann war überaus erfolgreich. Das Typische der „Klassiker“ hatte bei ihm allerdings keinerlei Platz – ihn beschäftigte der normwidrige Charakter. Durch die Fantasiestücke, sein Erstling von 1814, wie die Nachtstücke von 1816 wurde er rasch als „Gespenster-Hoffmann“ populär.

Rainer Schrapers begleitet das Programm mit Musik der Komponisten, auf die sich Hoffmann immer wieder bezieht: u.a. von Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig von Beethoven. Die Tiere wie Meister Floh, der Hund Berganza und Kater Murr nehmen bei Hoffmann eine titelgebende Rolle ein – eine auch unheimliche Seite des Lebendigen. Denn häufig begegnet den Figuren, wie Hoffmann einmal schreibt, „etwas fremdartig Bekanntes“, und markiert damit den Anfang der fantastischen Literatur.

In der Fantasie wird die Bindung an die Wirklichkeit aufgegeben, ihr ist in unzähligen Kombinationen alles möglich. Vor allem in der Musik bleiben die Begrenzungen der Sinnenwelt zurück. Statt bestimmter Gefühle ermöglicht sie, sich einer „unaussprechlichen Sehnsucht“ hinzugeben.

E.T.A. Hoffmann (1774 – 1822) schrieb in der nach-napoleonischen Zeit der Restauration und Demagogenverfolgung. Ihm bot allein die Kunst ein Ausweg. Im realen Leben ist ihre Verwirklichung allerdings nicht möglich. Wo dies versucht wird, schlagen die Ereignisse in Wollust, Verbrechen und Wahnsinn um.

Lesung: Michael Schikowski
Klavier: Rainer Schrapers

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der VHS Mülheim.

Anmeldung per einfacher Mail an:
muelheimerliteraturclub (at) gmx.de

Literarischer Salon: Rachel Cusk

Bereits mit ihrer Romantrilogie Outline berühmt, wirbelte Rachel Cusk mit ihrem Memoir zum Muttersein (Lebenswerk) alle Positionen im Geschlechterkampf durcheinander. Zuletzt erschienen kurz hintereinander ein Essayband und ein Roman, Coventry und Der andere Ort (alles Suhrkamp), und über beides möchten Guy Helminger und Navid Kermani im Literarischen Salon mit Rachel Cusk sprechen, die Form und Idee zu einer leuchtenden Einheit bringt.

Veranstaltungspartner: Stadtgarten, Heinrich-Böll-Stiftung, Kulturamt der Stadt Köln, Buchhandlung Klaus Bittner

Foto: (c) Suhrkamp Verlag