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Yasmine M‘Barek: “Radikale Kompromisse”

Buchvorstellung im Gespräch mit Christian Werthschulte: “Warum wir uns für eine bessere Politik in der Mitte treffen müssen”

Mehr und mehr kennzeichnet radikale Kompromisslosigkeit unsere Diskurse in Politik und Gesellschaft. Gleichzeitig kommen wir kaum voran. Über drängende Themen wie Klimawandel, Impfpflicht, Rassismus bei der Polizei oder Gleichberechtigung zwischen Klassen oder Geschlechtern wird heftig polemisiert, ohne dass es zu Ergebnissen kommt. Die Fronten sind klar: Ihr oder wir.

Yasmine M’Barek zeigt, dass es auch anders geht: dass wir uns dringend vergegenwärtigen müssen, warum wir es verlernt haben, miteinander zu sprechen und wo die Fehler in der Kommunikation der Idealist*innen liegen, die in der Konsequenz Kompromisse verhindern, die uns als Gesellschaft weiterbringen würden. Dabei erklärt sie den scheinbar unanfechtbaren Mythos der schwarzen Null, die außerhalb Deutschlands völlig unbekannt ist, warum der Ausstieg aus der Atomkraft ein gutes Beispiel dafür ist, warum man die Meinung der Realist*innen nicht vernachlässigen sollte, um negative Folgen zu vermeiden und warum sich der Generationenkonflikt nur lösen lässt, wenn man ihn von der Schuldfrage löst.

“Radikale Kompromisse” ist ein hellsichtiges Plädoyer dafür, zu echter Realpolitik zurückzukehren und mit ihrer Hilfe Wege zu finden, die Mitte der Gesellschaft für die weitreichenden Veränderungen zu gewinnen, vor denen wir unmittelbar stehen.

Yasmine M’Barek arbeitet im Ressort X von Zeit Online, mit dem Schwerpunkt deutsche Innenpolitik und Union. Das Medium Magazin wählte sie schon 2020 unter die “Top 30 bis 30”.

Christian Werthschulte ist Journalist und arbeitet für Stadtrevue, taz, DLF und WDR zu Pop und Politik.

Regelungen für den Besuch der Veranstaltung

Bitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.

Foto: © Léon Haffmans

POETRY TRIFFT POESIE: DIE SLAMMERIN JANA GOLLER UND DER DICHTER GERHARD AHRENS ZU GAST BEI MICHAEL DOMAS

Jana Goller ist eine junge Poetin aus der bergischen Kleinstadt Wipperfürth. Seit über 6 Jahren ist Goller Teil der deutschsprachigen Poetry Slam Szene und sammelte über 200 Auftritte in verschiedensten Städten. Mittlerweile ist sie sowohl Poetin, als auch Moderatorin, Kunstschaffende und Slammasterin in NRW. Im Mai 2019 war sie Finalistin bei den U20-Landesmeisterschaften im Poetry Slam, im Oktober 2019 nahm sie an den deutschsprachigen U20-Meisterschaften in Erfurt teil und im Oktober 2021 qualifizierte sie sich für das Finale der NRW Meisterschaften. Mittlerweile leitet sie drei regelmäßig stattfindende Slamveranstaltungen in Bonn, Dortmund und Gummersbach und bietet Schreib-workshops für Nachwuchstalente an.

Wir haben uns aneinander gemessen
ganz nah lag meine Haut auf deiner
und wir haben geschaut
wieviel dazwischen liegt
Wir hatten uns gezählt
Zwei
Könnte man sagen
Bloß zwei

(aus „doppelter Espresso“)

Gerhard Ahrens zeigt Werke aus der Kunstgeschichte, die er als Gesprächspartner versteht. Seine Antworten auf sie trägt er in der Form von Gedichten vor.

Der Dichter Michael Domas („Herzmarinade“) wird auf Jana Goller mit klassischen, modernen und eigenen Gedichten antworten, um Slampoetry und Lyrik, spoken und written word in Dialog treten zu lassen.

Norbert Hummelt: “1922. Wunderjahr der Worte”

Im Gespräch mit Gisa Funck präsentiert Norbert Hummelt seinen neuen Roman “1922″.

Das Jahr markiert den Aufbruch in die sogenannte literarische Moderne, denn es erscheinen zahlreiche Werke, die den Gang der Welt maßgeblich prägen und verändern. Norbert Hummelt begleitet in seinem Roman Autor*innen quer durch Europa: In Paris wartet James Joyce voller Ungeduld auf die ersten Exemplare seines “Ulysses”. Virginia Woolf ist in London dabei, sich ihren eigenen Raum zu erschreiben. Rainer Maria Rilke vollendet, was er einst auf Schloss Duino begonnen hat. Katherine Mansfield steckt ihre ganze Kraft in ihre Short Stories. Und im englischen Seebad Margate findet T. S. Eliot radikale Töne für das widersprüchliche Lebensgefühl des noch jungen 20. Jahrhunderts.

Norbert Hummelt, Lyriker, Essayist und Übersetzer, studierte Germanistik und Anglistik in Köln und lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Für seine Gedichte wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln, dem Mondseer Lyrikpreis, dem Niederrheinischen Literaturpreis sowie 2018 mit dem Hölty-Preis für sein lyrisches Gesamtwerk. “Zeichen im Schnee”, “Stille Quellen”, “Totentanz”, “Pans Stunde”, “Fegefeuer” und “Sonnengesang” zählen zu Hummelts wichtigsten Gedichtbänden.

Gisa Funck, Journalistin und Moderatorin, in Stuttgart geboren, aufgewachsen in Bad Zwischenahn, unweit der Nordseeküste. Nach dem Staatsexamen in Deutsch und Geschichte brach sie die Lehrerausbildung ab. Sie arbeitet seitdem als Journalistin unter anderem für den WDR, die Süddeutsche Zeitung und die taz. 2016 erschien ihr Buch “Echt fertig”.

Eine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner.

Regelungen für den Besuch der Veranstaltung

Bitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.

Foto: (c) Laura Baginski

Peter Wortsman: “Geistertanz in Berlin”

Buchvorstellung und Gespräch

“In mir lebt ein ungeborener Dichter deutscher Sprache”, schreibt der 1952 in New York geborene Sohn österreichisch-jüdischer Emigranten, Peter Wortsman. Erzogen wurde er “sprachverwirrt”, das heißt, zweisprachig in Deutsch und Englisch. So erscheint es nur folgerichtig, dass er literarischer Übersetzer, Autor und Dramatiker wurde.

Wir freuen uns sehr, Peter Wortsman nach 2019 erneut in Köln zu einer Lesung begrüßen zu dürfen. Er wird Auszüge aus seinen Werken auf Englisch und Deutsch vorstellen: aus der zweisprachigen Kurzgeschichtensammlung “Stimme und Atem / Out of Breath, Out of Mind” (Palm Art Press, Berlin, 2019), der deutschen Übersetzung seiner Reiseerinnerungen “Geistertanz in Berlin” (Palm Art Press, Berlin, 2013, ausgezeichnet mit dem Independent Publishers Book Award 2014) und seinem Theaterstück “Der tätowierte Mann”, das derzeit am Deutschen Theater in Göttingen aufgeführt wird.

Peter Wortsman schreibt auf Deutsch und Englisch. Er ist Autor von vier belletristischen Werken, darunter dem Roman “Cold Earth Wanderers” (Finalist des Foreword INDIES Book of the Year Award 2014), zwei Sachbüchern, zwei Theaterstücken und einem in Kürze erscheinenden Gedichtband “Borrowed Words“. Er ist auch ein von der Kritik gefeierter literarischer Übersetzer, der deutsche Klassiker ins Englische übertragen hat, darunter Werke von Peter Altenberg, den Brüdern Grimm, Heinrich Heine, Franz Kafka, Heinrich von Kleist und Robert Musil.

Eine Veranstaltung der Bibliothek Germania Judaica mit freundlicher Unterstützung der Stadtbibliothek Köln, des Lern- und Gedenkorts Jawne, des AmerikaHaus NRW, der US-Botschaft in Berlin und des US-Generalkonsulats Düsseldorf.

Street Art Lesungen mit Adrian Kasnitz & Angelika Hensgen

Die ersten literarischen Street Art Touren Kölns

Wir wollen etwas Neues versuchen und uns von den Kunstwerken in der Stadt zu literarischen Texten anstiften lassen. Was machen öffentliche Kunstwerke mit der Stadt, mit der Straße, mit den Menschen und der Literatur? Wir haben vier Autor*innen gebeten, etwas zu ausgewählten Street Art Werken zu schreiben – was daraus entstanden ist, erfahrt ihr am 7. August und am 11. September auf den ersten literarischen Street Art Touren in Köln-Ehrenfeld.

Wir gehen zusammen mit den Autor*innen von Kunstwerk zu Kunstwerk und hören die Texte direkt an Ort und Stelle – mitten in der Stadt. Zu den Kunstwerken wird Street Art Guide Sascha Klein zudem kurze Einführungen geben. Kommt mit auf einen literarischen Spaziergang zu den Hotspots der Urban Art in Köln-Ehrenfeld.

Termine:

  •  7. August, 15 bis 17 Uhr
    mit Adrian Kasnitz und Angelika Hensgen
  • 11. September, 15 bis 17 Uhr
    mit Sarah Claire Wray und Natalie Harapat

Tickets:

Der Startpunkt der Tour wird nach Anmeldung per E-Mail bekannt gegeben. Die Ticketanzahl ist begrenzt.

Wir bedanken uns bei den Förderern für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit: Kulturamt der Stadt Köln und Klubkomm e.V.

Eric Pfeil “Azzurro”

Ein Reiseführer ohne Sehenswürdigkeiten – mit 100 Songs durch Italien!

Seit jeher kommt in Deutschland keine Generation ohne Italiensehnsucht aus. Das Land jenseits der Alpen zieht an, es strahlt und schmeckt – und immer klingt es!

“Wir Italiener sind Spatzen und Nachtigallen. Alle singen bei uns”,

sagte der große Lucio Dalla, und so gibt es keinen besseren Schlüssel, um das Land zu verstehen, als die Musik. Ob Mina, Ricchi e Poveri oder Adriano Celentano, die Canzone ist nationales Kulturgut: vom neapolitanischen Lied über die jährlich neuen Sommerhits bis hin zu Italo-Disco oder den Werken der Cantautori.

Eric Pfeil macht sich mit uns auf die Reise, im Gepäck 100 Lieder, die uns ein Land, seine Geschichte und seine schönsten Flecken näherbringen und die dazu einladen, wieder und immer wieder gehört zu werden. Wir fahren mit offenem Verdeck über schmale Küstenstraßen, streifen durch die Gassen Neapels und über die Strandpromenade Riminis – und haben garantiert immer den richtigen Soundtrack im Ohr.

Eine Veranstaltung im Rahmen von “100 Jahre Musikbibliothek”.

Regelungen für den Besuch der Veranstaltung

Bitte beachten Sie die derzeitig gültigen Corona-Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.

Foto: (c) Alfred Jansen

 

 

SHORT STORY NIGHT mit Yade Önder, Sascha Macht, Fiona Sironic, Thorsten Krämer und Juliana Kalnay

Die Short Story Night verbindet literarisch hochwertige und spannende Kurzgeschichten mit einem entspannten Ambiente: Herzlich willkommen zu einem besonderen Open Air Abend im Rheinauhafen!
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Lesende des Abends:
  • Yade Yasemin Önder studierte (nach dem Abitur auf zweitem Bildungsweg) Literatur- und Erziehungswissenschaften an der HU Berlin, Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Ihr erstes Theaterstück »Kartonage« wurde zu den Autorentheatertagen 2017 eingeladen und am Wiener Burgtheater uraufgeführt. 2018 war sie Gewinnerin des open mike in der Kategorie Prosa, 2019 Preisträgerin des Martha-Saalfeld-Förderpreises, 2020 erhielt sie das Arbeitsstipendium Literatur des Berliner Senats und eine Einladung zum Heidelberger Stückemarkt. 2021 war sie Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya Istanbul. 2022 veröffentlichte sie ihren ersten Roman “Wir wissen, wir könnten, und fallen synchron” im Verlag Kiepenheuer & Witsch, der mit dem lit.COLOGNE-Debütpreis ausgezeichnet wurde.
  • Sascha Macht, 1986 in Frankfurt (Oder) geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er veröffentlichte in diversen Anthologien und Zeitschriften und war u. a. Stipendiat des Künstlerhauses Lukas Ahrenshoop, der LCB-Autorenwerkstatt und des Deutschen Literaturfonds. Für seinen Roman ›Der Krieg im Garten des Königs der Toten‹ (DuMont 2016) wurde Sascha Macht mit dem Debütpreis der lit.Cologne ausgezeichnet. Ebenfalls 2016 wurde er zum Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis eingeladen. 2018/2019 war er Burgschreiber zu Beeskow. Sascha Macht lebt in Leipzig.
  • Thorsten Krämer, geboren 1971, lebt in Wuppertal als freier Autor und Gestalttherapeut. Seit 1998 zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt der Gedichtband “Schwankungen der Füllhöhe” (Elif 2020).
  • Juliana Kálnay (*1988) ist Autorin des Romans “Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens“ (2017) für den sie mit dem aspekte-Literaturpreis 2017 sowie dem Friedrich-Hebbel-Preis 2018 ausgezeichnet wurde. Unter dem Titel “Breve crónica de una paulatina desaparición“ (2020) übersetzte sie den Roman selbst ins Spanische. Juliana Kálnay lebt in Köln und unterrichtet dort Literarisches Schreiben an der Kunsthochschule für Medien.
  • Fiona Sironic, *1995 in Neuss, lebt in Wien, studiert(e) dort und in Hildesheim Sprachkunst und Gender Studies. Sironic war u.a. Stipendiatin des 21. Klagenfurter Literaturkurses, nominiert für den ersten Wortmeldungen Förderpreis und Preisträgerin beim 27. Open Mike. 2018 erhielt sie das Arbeitsstipendium, 2021 das Startstipendium der österreichischen Bundesregierung für die Arbeit an ihrem aktuellen Roman. Sie veröffentlichte Kurzprosa, Romanauszüge und Artikel über Videospiele in Zeitschriften und Anthologien und gibt Schreibworkshops an Volkshochschulen.
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Einlass: 18 Uhr | Beginn: 19 Uhr

Wir bedanken uns bei den Förderern des Abends!

SOMMERLESUNG EDITH NIEDIECK: GEHEIMNISKRÄMER

SIE KOMMT! Und wir freuen uns schon riesig: Exklusiv für uns stellt Edith Niedieck ihren neuen und packenden Kriminalroman „Geheimniskrämer“ vor und spricht über Hintergründe zum Buch. Lassen Sie sich von der Autorin mitnehmen, denn was wie aus dem Nichts passiert … das erfahren Sie zur Lesung. Freuen Sie sich auf einen Abend voller Atmosphäre und Spannung.
 
Karten sind ab sofort erhältlich im Da Enzo, Longericher Hauptstr. 72, Tel. 0221 / 5994296 · Eintritt: 10 € inkl. 1 Glas Prosecco. 
 
„Ich bin froh, ein neues Juwel in der deutschen Kriminalliteratur gefunden zu haben.” Cornelia Hüppe, Krimibuchhandlung Miss Marple, Berlin. 
 
Eine Veranstaltung im Rahmen des Sonderprogramms Aufgeschlagen! des Landes Nordrhein-Westfalen
 
Edith Niedieck, lebt und arbeitet in Köln. Nach ihrem BWL-Studium entschied sie sich für eine Laufbahn als Senior-Texterin. Fing an als Praktikantin in Singapur und fand kurz darauf ihren Platz in einer renommierten Agentur in München. Schnell erschienen Arbeiten von ihr in den Jahrbüchern der Werbung. 2019 wurde ihr Debüt „Luxuslügen” publiziert. Zudem war sie 2020 mit ihrem Kurzkrimidebüt für den Literaturpreis Wortrandale Berlin nominiert. Oktober 2021 ist ihr neuer Kriminalroman „Geheimniskrämer” erschienen. 2022 wurde sie vom Literaturhaus Den Haag Deutsche Bibliothek eingeladen. Sie ist Mitglied im Syndikat und den Mörderischen Schwestern und findet Menschen und ihre Vernetzungen gnadenlos spannend.

“Erziehung zur Vielfalt”

Autorin Nkechi Madubuko im Gespräch mit Yasmine Chehata.

Der Alltag in Deutschland ist längst multikulturell und Kinder kommen durch Gleichaltrige mit anderen Familienmodellen, Religionen, Hautfarben oder Sprachen in Berührung. Doch diese Vielfalt führt unter Kindergarten- und Grundschul-Kindern nicht automatisch dazu, dass alle auch “gleich” wahrgenommen und behandelt werden. Mit ihrem Buch “Erziehung zur Vielfalt” zeigt die Diversity-Expertin Nkechi Madubuko Eltern Wege auf, wie sie ihre Kinder vorurteilsbewusster erziehen und für Vielfalt sensibilisieren können. Eltern legen die Grundlagen für die kindliche Wahrnehmung anderer und die Offenheit gegenüber Unterschieden – im Denken, in der Sprache und im Handeln. Dieser alltagsnahe Ratgeber hilft Eltern mit Fallbeispielen und Tipps dabei, über die Erziehung ihrer Kinder Ausgrenzung, Alltagsrassismus und Diskriminierung etwas entgegen zu setzen.

Dr. Nkechi Madubuko ist promovierte Soziologin, Diversity-Trainerin, ausgebildete Fernsehjournalistin und arbeitet als Dozentin an der Universität Kassel. Als Autorin veröffentlichte sie mehrere Artikel und Bücher, unter anderem “Empowerment als Erziehungsaufgabe”, das erste deutschsprachige Buch zu Empowerment im Umgang mit Rassismuserfahrungen für Kinder und Jugendliche. Sie gibt Trainings für Eltern, Erzieher*innen u.nd Lehrpersonal zu Empowerment, Verarbeitung von Rassismuserfahrungen, rassismuskritischer Bildung, diversitätssensiblem Umgang und Empowerment-Orientierung im Kontext Schule. Über 20 Jahre war sie als freie Moderatorin unter anderem für Viva zwei, DSFZDF, das Bundesamt für Familie und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes tätig. Nkechi Madubuko ist dreifache Mutter.

Yasmine Chehata (M.A., Diplom-Sozialarbeiterin) ist seit 2016 Lehrende und Forschende an der TH Köln in den Feldern Soziale Arbeit, politische Bildung, Jugendpolitik und Jugend(sozial)arbeit in der Migrationsgesellschaft. Sie arbeitet zu den Themen Rassismus, Bildung, Solidarität und empirische Sozialforschung. Darüber hinaus gibt sie Workshops zu Rassismuskritik, Empowerment und Powersharing, rassismus- und diskriminierungskritischer Organisationsentwicklung.

Die Veranstaltung wird gefördert im Programm 360° Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft der Kulturstiftung des Bundes.

Regelungen für den Besuch der Veranstaltung

Bitte beachten Sie die derzeitig gültigen Corona-Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.Portraits von Nkechi Madubuko und Yasmine Chehata und das Buchcover von "Erziehung zur Vielfalt"

Peter Henning: “Bis du wieder gehst”

Der Autor im Gespräch mit Moderatorin Daniella Baumeister

In seinem neuen Roman thematisiert der in Köln lebende Autor eine schwierige Mutter-Sohn-Beziehung und den Versuch, die Vergangenheit zu verstehen. Peter Henning nähert sich in diesem Roman seiner eigenen Biografie.

Seit zehn Jahren hat Henry Kaplan nichts von seiner Mutter gehört. Bis zu dem Anruf aus dem Uni-Klinikum Frankfurt. Seine Mutter sei auf dem Bahnhof zusammengebrochen und liege auf der Intensivstation. Im Koma. Und so fährt der Antiquar aus dem Schwarzwald nach Hessen, ans Krankenbett der Mutter. Es wird eine Reise, die Mut von ihm verlangt und zugleich schmerzhafte Erinnerungen weckt. Kann man die Zeit kommentarlos zurückdrehen? Das lebenslange Gefühl von Verlassenheit, die Enttäuschungen und Kränkungen beiseiteschieben? Henry Kaplan begreift, dass dieser Moment auch eine Chance ist. Dass er womöglich erst frei sein wird, wenn er ihr vergibt.

Peter Henning lebt als freier Schriftsteller in Köln. Neben seiner journalistischen Tätigkeit veröffentlicht er vielfach ausgezeichnete Romane und Erzählungen, unter anderem »Leichtes Beben« (2011), »Die Ängstlichen« (2009), »Ein deutscher Sommer« (2013) – ein Roman über das Gladbecker Geiseldrama von 1988 – sowie »Die Chronik des verpassten Glücks« (2015). Zuletzt erschien sein Roman »Die Tüchtigen (2019)«.

Daniella Baumeister, Journalistin und Moderatorin, arbeitet seit 1989 für den Hessischen Rundfunk in Frankfurt am Main. Sie moderiert Magazin-, Kultur- und Politiksendungen sowie musikjournalistische Sendungen (unter anderem Jazzsendungen in hr2).

Eine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK)

Regelungen für den Besuch der Veranstaltung

Bitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden. Portraits von Peter Henning und Daniella Baumeister und Buchcover von "Bis du wieder gehst"

Online-Lesung: Nicol Goudarzi – Maximal unsichtbar

Rollipop Literatüröffner Online-Lesung:
Maximal unsichtbar

Maxima, eine schweigsame Fünfzehnjährige, findet durch den per Sprechcomputer kommunizierenden Mitschüler Bastian zu ihrer eigenen Stimme – sowohl in der „echten“ Welt als auch in der Rollenspielwelt zwischen Elben und Orks. Davon erzählt das Buch Maximal unsichtbar von Nicol Goudarzi. Die unterstützt kommunizierende Rehabilitationswissenschaftlerin Kathrin Lemler hat den Entstehungsprozess des Buches begleitet.

Im Gespräch mit Moderatorin Pauline Füg erzählen die beiden von Manuskript-Abenden mit Apfelkuchen, von Bier mit Strohhalm und vom maximal (Un)Sichtbarsein.

Die Zoom-Lesung ist kostenlos. Der Verein Rollipop freut sich über Spenden (rollipop.org).
Zoom-Meeting beitreten
Meeting-ID: 827 9177 8523
Kenncode: Maximal

“Die Unbeirrbare”

Buchpremiere mit der Autorin Marie-Luise Wolff, im Gespräch mit Michael Hirz. Die Schauspielerin Marion Mainka liest aus dem Roman.

Über Unternehmerinnen im 18. Jahrhundert weiß man so gut wie nichts. “Die Unbeirrbare” erzählt die Geschichte einer Frau im Frankreich jener Zeit in einer Ära politischer Umstürze, in der Frauen weitgehend rechtlos und im öffentlichen Leben unsichtbar waren. In dieser Atmosphäre wächst Nicole Clicquot-Ponsardin auf. Trotz allen Schlägen des Schicksals setzt sie zweimal alles aufs Spiel und errichtet mit ihrer Beharrlichkeit und Kraft ein Unternehmen, das bis heute existiert und floriert. Marie-Luise Wolffs spannender historischer Roman ist eine Hommage an eine Frau, die vor mehr als 200 Jahren mutig ihren Weg zur Selbstverwirklichung beschritten hat.

Natürlich präsentiere ich hier meine eigene Version der Geschichte einer faszinierenden Frau und schaue auf sie aus dem Blickwinkel meiner eigenen Erfahrungen als Unternehmerin. (Marie-Luise Wolff)

Marie-Luise Wolff leitet als Vorstandsvorsitzende die ENTEGA AG, einen der großen deutschen Energieversorger in öffentlicher Hand, und ist Präsidentin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW). Die studierte Anglistin und Musikwissenschaftlerin hat über 30 Jahre Erfahrung in den verschiedensten Positionen der deutschen Industrie gesammelt. Darüber hinaus sitzt sie in zahlreichen Gremien und Aufsichtsräten, unter anderem im Kuratorium der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Michael Hirz ist als Journalist und Moderator seit vielen Jahren intensiver Beobachter politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse – stets orientiert an den strengen Maßstäben eines um Objektivität und Aufklärung bemühten Qualitätsjournalismus. Zuletzt leitete er zehn Jahre lang den Politiksender Phoenix.

Eine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) der Stadtbibliothek Köln in

Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner.

Regelungen für den Besuch der Veranstaltung

Bitte beachten Sie die derzeitig gültigen Regelungen zum Besuch der Veranstaltung unter www.stbib-koeln.de/corona. Je nach Infektionslage können Veranstaltungen kurzfristig abgesagt werden.

Foto: (c) Jürgen May

Nathan Harris – Die Süße von Wasser

Montag, 31. Oktober um 19 Uhr
Ort: Aula der Königin-Luise-Schule, Alte Wallgasse 10, 50672 Köln (Zugang über Albertusstraße)
Moderation: Antje Deistler
Deutscher Text: Marion Mainka
Eintritt: 5,-€. VVK über die Buchhandlung Klaus Bittner (info@bittner-buch.de oder telefonisch unter 0221/2574870)

Eine Veranstaltung auf Englisch und Deutsch

Georgia in den Nachwehen des Amerikanischen Bürgerkriegs: Ein aus der Sklaverei befreites, aber mittelloses Brüderpaar verdingt sich auf einer Farm, deren Besitzer um seinen im Krieg gefallenen Sohn trauert. Zwischen den dreien entwickelt sich eine zarte, bis dahin undenkbare Freundschaft. Doch nicht alle Bewohner von Old Ox sehen solche neuartigen Allianzen gern. Nicht lange, und die Angst vor der neuen Welt bricht sich Bahn in blinder Raserei.

Mit großem psychologischen Feingefühl erschafft Nathan Harris unverwechselbare Figuren und beschwört die erbarmungslose Zeit des Wiederaufbaus herauf. So fesselnd wie berührend, grandios komponiert und sprachlich brillant – ein fulminantes Epos!

Nathan Harris, Jahrgang 1991, erhielt seinen Master am renommierten Michener Center for Writers an der University of Texas. Sein Debütroman „Die Süße von Wasser“ sorgte in den USA direkt nach Erscheinen für großes Aufsehen und stieg sofort auf die NEW-YORK-TIMES-Bestellerliste ein. Neben vielen weiteren Auszeichnungen stand der Roman u. a. auf der Longlist für den BOOKER PRIZE 2021. Nathan Harris lebt in Austin, Texas.

Eine Kooperation des Amerikahauses NRW e.V., des Eichborn Verlags, der Königin-Luise-Schule Köln und der Buchhandlung Klaus Bittner.

© Autorenfoto: Laurel Sager

Nava Ebrahimi: Sechzehn Wörter

Autorin Nava Ebrahimi im Gespräch mit Maryam Aras

Es gibt Wörter, die wir nicht kennen. Deren Bedeutung wir aber erahnen. Als hätten sie schon immer in uns gewohnt. Und manchmal wollen sie endlich ausgesprochen werden. Als ihre Großmutter stirbt, diese eigenwillige Frau, die stets einen unpassenden Witz auf den Lippen hatte, beschließt Mona, ein letztes Mal in den Iran zu fliegen. Gemeinsam mit ihrer Mutter wagt sie die Reise in die trügerische Heimat. Der Rückflug in ihr Kölner Leben ist schon gebucht. Doch dann überredet sie ihr iranischer Langzeitliebhaber Ramin zu einem Abschiedstrip nach Bam, in jene Stadt, die fünf Jahre zuvor von einem Erdbeben komplett zerstört wurde. Die Fahrt wird für Mona zu einer Konfrontation mit ihrer eigenen Identität und ihrer Herkunft, über die so vieles im Ungewissen ist.

Anlässlich der Aktion “Ein Buch für die Stadt Köln 2022” spricht Autorin Nava Ebrahimi mit Maryam Aras.

Nava Ebrahimi, 1978 in Teheran geboren, erhielt 2021 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Für “Sechzehn Wörter” wurde sie mit dem Österreichischen Buchpreis, Kategorie Debüt, sowie dem Morgenstern-Preis ausgezeichnet. Ebrahimi studierte Journalismus und Volkswirtschaftslehre in Köln und arbeitete als Redakteurin bei der “Financial Times Deutschland” sowie der “Kölner Stadtrevue”. Sie war Finalistin des Open Mike und Teilnehmerin an der Bayerischen Akademie des Schreibens.

Maryam Aras ist Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und Iranistin. Sie studierte an der Universität zu Köln Islamwissenschaft, Anglistik und Politologie. Sie promovierte über die politische Rolle religiöser Sänger im heutigen Iran. Als freie Autorin schreibt sie Literaturkritiken, Essays und Radiofeatures sowie Texte über Gender Studies und deutsche Gegenwartsliteratur postmigrantischer Autor*innen und deren Rezeption in Feuilleton und Literaturbetrieb.

Eine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs (LiK) unserer Stadtbibliothek.

Cover: © btb Ebrahimi; Foto: © Peter Rigaud

 

poetry trifft Poesie: Der Slammer Julius Esser und der Künstler Werner Preuß zu Gast bei Michael Domas

Julius Esser ist Dichter, Autor und Slam Poet aus Brühl. Der Literatur- und Kulturwissenschaftler blickt mit seinen 30 Jahren auf knapp 20 Jahre Bühnenerfahrung in den Bereichen Theater, Musik und Bühnenperformance zurück. Über 700 absolvierte Auftritte seit 2012. Gewonnen hat er in den letzten Jahren zahlreiche bundesweite Poetry Slams, Stadtmeisterschaften und Kleinkunstshows, ist mehrfacher Finalist der Landesmeisterschaften im Poetry Slam und gehört derzeit zu den besten Poeten in NRW. Er leitet verschiedene Kleinkunstplattformen in Bonn und Zülpich und ist Mitherausgeber des Podcast „Zwei Mann – ein Wort“.

Klar

Ich warte lange Zeit auf dich!
Weißt gar nicht, was du bist für mich.
Die Farbe gelb im Nebeldunst,
der Pinsel für die Lebenskunst.
Durch dich bin ich gedankenfrei.
Du und ich – wir sind schon zwei!
J.E.

Werner Preuß, langjähriger Autor beim Monatsblatt „Lyrik in Köln“, wird zur Projektion seiner Bilder seine Gedichte und Prosastücke vortragen.

Michael Domas („Herzmarinade“, „anhaltender ritus“) antwortet auf die Texte von Julius mit klassischen, modernen und eigenen Gedichten und Texten.

Es wird lange Zeit, dass Slampoetry und Lyrik, dass spoken und written word sich begegnen.