Objektbücher – Buchobjekte. Sammlung Helmut Schäfer

Die Ausstellung zeigt Künstlerbücher und Buchobjekte aus der Sammlung des Kölners Helmut Schäfer. Es sind Werke von folgenden Künstler*innen zu sehen: Horst Antes, Lutz Fritsch, Peter Gilles, Katharina Grosse, Ottmar Hörl, Jonathan Meese, Gerhard Richter, Richard Tuttle, Timm Ulrichs, Günther Uecker, Thomas Virnich und vielen anderen mehr.

Öffnungszeiten:
Montag 14.00 21.00 Uhr

Dienstag bis Donnerstag 10.00 21.00 Uhr

Freitag bis Sonntag 10.00 18.00 Uh
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Von der Vernunft der Poesie

Ein Abend im Historischen Rathaus anlässlich des 50. Jubiläums der Verleihung des Literaturnobelpreises an Heinrich Böll

Im Dezember 2022 jährt sich zum fünfzigsten Mal die Verleihung des Literatur-Nobelpreises an Heinrich Böll. Der erste bundesdeutsche Preisträger nach dem Zweiten Weltkrieg, so befand die Schwedische Akademie 1972, bekam die Auszeichnung

“..für ein Werk, das einen für seine Zeit erforderlichen Weitblick mit der Sensibilität der schöpferischen Kraft vereint und das der deutschen Literatur neue Impulse gegeben hat.”

Das Nobelpreiskomitee hob in seinem Begründungstext besonders hervor, das Bölls Texte vom Mitgefühl mit den Menschen in den Nöten ihrer Zeit zeugten.

Bölls gesamtes Werk versteht sich als Reaktion auf die Krise der modernen Welt, die durch Entfremdung und den Verlust humaner Orientierungspunkte im Leben und Denken bestimmt ist. Er beschreibt die Tendenzen der “Leistungssteigerung” und Beschleunigung der Lebenswelt und ihre Auswirkungen auf den Menschen in seinem alltäglichen Leben. Böll war auf der Suche nach einer “Ästhetik des Humanen”. Sein gesamtes literarisches Schaffen hindurch bedeutete dies die Verteidigung des Alltäglichen, des individuellen Lebensraums sowie der Würde des Menschen gegen Zwänge und Ansprüche der Institutionen, des Konsum- und des Leistungsdenkens.

An diesem Abend soll Böll als Vertreter des gesellschaftlich engagierten Beobachters in der unmittelbaren Gegenwart hinterfragt werden. Es geht um Bölls Verständnis seines intellektuellen Engagements, die Herstellung öffentlicher Nachdenklichkeit, die zeithistorischen Grenzen seiner Interventionen und das mögliche Impulspotential seiner Widerständigkeiten für aktuelle Debatten.

Eine Veranstaltung des Heinrich-Böll-Archivs der Stadtbibliothek Köln in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin und der Erbengemeinschaft Heinrich Böll.

Eine Anmeldung über unser Buchungssystem ist bis zum 17. November 2022 möglich.

Foto: (c) Hermann u. Claerchen Baus

EAT SLEEP WRITE READ – Leseprobe 2022

Abschlusslesung des diesjährigen Jahrgangs der Kölner Schreibschule für Jugendliche

Die jungen Autorinnen und Autoren des diesjährigen Jahrgangs der Kölner Schreibschule für Jugendliche präsentieren im Rahmen einer öffentlichen Lesung ihre Abschlussarbeiten:

Matilda Brandt, Maximilian Filor, Eva Hauser, Lisa Hefftler, Greta Kemmler, Antonia Meera Khalili, Barbara Klei, Maya Kuzu, Mara Reblin, Sophia Reinecke, Leonie Schotten, Anna Spiegels, Thea Aimée Tekumé Thorson, Annika Windisch

Die Lesung wird moderiert vom Leiter der Schreibschule, dem Autor Patrick Findeis.

In der Kölner Schreibschule treffen sich Jugendliche und junge Erwachsene an fünf Wochenenden im Jahr zum Schreiben und Austauschen. Jede*r Autor*in wird individuell von Patrick Findeis betreut und bekommt Rückmeldungen aus der Gruppe. Wer zwischen 15 und 20 Jahre alt ist und im kommenden Jahr an der Schreibschule teilnehmen möchte, kann sich bis zum 31. Januar 2023 mit eigenen Texten bei der SK Stiftung Kultur bewerben, mehr Infos unter www.sk-kultur.de/schreibschule

Dinçer Güçyeter: Unser Deutschlandmärchen

Dinçer Güçyeters Romandebüt Unser Deutschlandmärchen (mikrotext) erzählt von archaischer Verwurzelung in anatolischem Leben und von der Herausforderung, als Gastarbeiterin und als deren Nachkomme, als Mutter und Sohn, in Deutschland ein neues Leben zu beginnen. Kraftvoll und poetisch webt Dinçer Güçyeter aus den Stimmen, Träumen und Gebeten der Frauen eine über ein Jahrhundert umfassende Familiengeschichte. Mit dem Peter-Huchel-Preisträger spricht Ulrich Noller bei dieser Premierenlesung.

Foto (c) Palagrafie