Lesung mit Olga Grjasnowa und Wladimir Kaminer

Die deutsche Literatur mit multikulturellen Wurzeln – Die internationale Schreibfamilie

Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller NRW veranstaltet mit Unterstützung des Deutschen Literaturfonds im Rahmen des Programms
“Neustart Kultur” eine neue Reihe in Köln mit Autor*innen und Moderator*innen wohnhaft in mehreren Bundesländern, die zwei- oder sogar mehrsprachig sind
und sich mit zwei Ländern besonders verbunden fühlen Deutschland und einer weiteren Heimat.

In jeder der fünf Abendveranstaltungen werden zwei Mitglieder dieser großen transkulturellen Schreibfamilie internationaler Provinienz aus ihren Werken lesen und mit den Moderator*innen und dem Publikum über naheliegende Themen diskutieren wie folgende:

Wie ist ihre Beziehung zu Deutschland als ihre zweite oder als ihre Geburtsheimat?
Haben sie mögliche Affinitäten mit der Literatur des Landes ihrer Vorfahren?
Worin unterscheidet sich eine multikulturelle Literatur von einer monokulturellen und nur in einer Heimat eingewurzelten?
Welche Sprache triumphiert in der Konkurrenz oder Koexistenz zwischen zwei Ausdrucksmöglichkeiten?
Ist zum Beispiel Wladimir Nabokow ein Autor der russischen Literatur oder der Amerikanischen?
Warum wurde die sogenannte Migrantenliteratur in den Anfängen in Deutschland für minderwertig und literarisch von niedriger Qualität gehalten?

Die Veranstaltungen finden unter Beachtung der aktuellen Corona-Maßnahmen statt.

 

Veranstaltungen:

Montag, 08.11.21, 19 Uhr, Allerweltshaus e.V.,
Körnerstr. 77, 50823 Köln, Eintritt frei; Autor*in: Juan Moreno und Maria Cecilia Barbetta, Moderation: Amir Shaheen

Freitag, 19.11.21, 19 Uhr, FORUM Volkshochschule am Neumarkt, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln, Eintritt frei; Autorinnen: Renan Demirkan und Sylvie Schenk mit Musikbegleitung von Heribert Leuchter, Moderation: Volker Degener

Dienstag 23.11.21, 19 Uhr, online auf www.twitch.tv/vsschriftstellerverband, Autorinnen: Natascha Wodin und Katja Petrowskaja, Modertion: Sven j. Olsson

Mittwoch, 24.11.21, 19 Uhr, Literaturhaus, Großer Griechenmarkt 39, 50676 Köln, Eintritt: 9,-/ 7,- €, für Mitglieder 5,- €; Autor*in: Safiye Can und Ilija Trojanow, Moderation: Sabine Lipan

Dienstag 30.11.21, 19 Uhr, Lew Kopelew Forum, Neumarkt 18, 50667 Köln, Eintritt frei; Autor*in: Olga Grjasnowa und Wladimir Kaminer, Modertion: Katharina Heinrich

 

 

Die Lesungen findet statt im Rahmen der Lesereihe: „Die deutsche Literatur mit multikulturellen Wurzeln“ des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di.

Die Lesungen werden gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.”

Christine Westermann empfiehlt …

Schon das fünfte Mal ist Christine Westermann im Literaturhaus zu Gast, um zusammen mit Volker Schaeffer das Bücherjahr Revue passieren zu lassen: Lieblingstitel und Bücher, die Sie nicht verpasst haben sollten, Geheim- und Geschenketipps für Familie, Freunde oder sich selbst. Ein unterhaltsamer Leseabend in Ihrem Literaturhaus.

Diese Veranstaltung können Sie auch im Livestream verfolgen. Die Tickets dazu gibt es hier.

Foto: (c) Ben Knabe, networks

Sinzo Aanza / DR Kongo: Lesung und Gespräch zu “Die ultimative Theorie”

stimmen afrikas präsentiert im Rahmen der Reihe Blick in die Zukunft – Gegen das Vergessen je zwei Kurzgeschichten von sechs Schriftsteller:innen aus sechs Ländern Afrikas. Die Geschichten werden von Studierenden des Masterstudiengangs „Literaturübersetzen“ der HHU Düsseldorf ins Deutsche übersetzt. Nach dem Online Festival Gegen das Vergessen im April 2021 wird nun im 2. Teil zum Blick in die Zukunft der Autor Sinzo Aanza (DR Kongo) mit seiner ins Deutsche übersetzten Kurzgeschichte Die ultimative Theorie (AT) vorgestellt. Die Journalistin Sella Oneko (Deutsche Welle) führt durch den Abend. Die Sprecherin Milena Karas liest aus Geschichte vor und Daria Semenikhina berichtet über ihre Arbeit als Übersetzerin der Kurzgeschichte. Azizè Flittner wird das Gespräch ins Deutsche verdolmetschen.

L’ultime théorie/ Die ultimative Theorie spielt in einer fernen Zukunft, in einer durch Handel und Industrie beherrschten Welt. Die natürlichen Ressourcen sind vollständig aufgebraucht und das Leben der Menschen spielt sich nur noch virtuell ab, während ihre Körper immer nutzloser und unförmiger werden. Mathi ist einer der Wenigen, der sich dem virtuellen Leben verweigert. Dünn und muskulös geblieben, bietet er den Menschen seiner Stadt als Sexarbeiter den einzigen Service an, der noch nicht virtuell verfügbar ist. Eine Vision von Schönheit und Menschlichkeit bewegt Mathi schließlich dazu, sich mit neu gewonnener als Aktivist für ein Ende der Virtualität einzusetzen.

*Wichtig*

Es gelten die Hygienemaßnahmen des Veranstaltungsortes, Theater im Bauturm! Alle Infos finden Sie hier

Weitere Infos finden Sie auf www.stimmenafrikas.de

Sie wollen noch weiter in die Geschichten und in den Prozess der Übersetzungsarbeit eintauchen?

Am 01.12.2021 haben Sie die Möglichkeit dazu. Unsere Kolleg*innen von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf veranstalten mit Nafissatou Dia Diouf und Sinzo Aanza Übersetzungsworkshops und Lesungen.

Alle Infos finden Sie hier.

Am 3. Dezember wird Sinzo Aanza im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung im Literaturhaus Dortmund zu Gast sein.

Die stimmen afrikas Reihe Blick in die Zukunft – Gegen das Vergessen wird gefördert von: Auswärtiges Amt, Kunststiftung NRW, Ministerium für Kultur und Wissenschaft, Stadt Köln Kulturamt, Sparkasse KölnBonn, Brot für Die Welt.

In Kooperation mit: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Institut Français Köln/Düsseldorf, Theater im Bauturm.

 

Foto: (c) Rainer Wolfsberger