Lesung mit Renan Demirkan und Sylvie Schenk

Die deutsche Literatur mit multikulturellen Wurzeln – Die internationale Schreibfamilie

Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller NRW veranstaltet mit Unterstützung des Deutschen Literaturfonds im Rahmen des Programms
“Neustart Kultur” eine neue Reihe in Köln mit Autor*innen und Moderator*innen wohnhaft in mehreren Bundesländern, die zwei- oder sogar mehrsprachig sind
und sich mit zwei Ländern besonders verbunden fühlen Deutschland und einer weiteren Heimat.

In jeder der fünf Abendveranstaltungen werden zwei Mitglieder dieser großen transkulturellen Schreibfamilie internationaler Provinienz aus ihren Werken lesen und mit den Moderator*innen und dem Publikum über naheliegende Themen diskutieren wie folgende:

Wie ist ihre Beziehung zu Deutschland als ihre zweite oder als ihre Geburtsheimat?
Haben sie mögliche Affinitäten mit der Literatur des Landes ihrer Vorfahren?
Worin unterscheidet sich eine multikulturelle Literatur von einer monokulturellen und nur in einer Heimat eingewurzelten?
Welche Sprache triumphiert in der Konkurrenz oder Koexistenz zwischen zwei Ausdrucksmöglichkeiten?
Ist zum Beispiel Wladimir Nabokow ein Autor der russischen Literatur oder der Amerikanischen?
Warum wurde die sogenannte Migrantenliteratur in den Anfängen in Deutschland für minderwertig und literarisch von niedriger Qualität gehalten?

Die Veranstaltungen finden unter Beachtung der aktuellen Corona-Maßnahmen statt.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

 

Veranstaltungen:

Montag, 08.11.21, 19 Uhr, Allerweltshaus e.V.,
Körnerstr. 77, 50823 Köln, Eintritt frei; Autor*in: Juan Moreno und Maria Cecilia Barbetta, Moderation: Amir Shaheen

Freitag, 19.11.21, 19 Uhr, FORUM Volkshochschule am Neumarkt, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln, Eintritt frei; Autorinnen: Renan Demirkan und Sylvie Schenk mit Musikbegleitung von Heribert Leuchter, Moderation: Volker Degener

Mittwoch, 24.11.21, 19 Uhr, Literaturhaus, Großer Griechenmarkt 39, 50676 Köln, Eintritt: 9,-/ 7,- €, für Mitglieder 5,- €; Autor*in: Safiye Can und Ilija Trojanow, Moderation: Sabine Lipan

Dienstag 30.11.21, 19 Uhr, Lew Kopelew Forum, Neumarkt 18, 50667 Köln, Eintritt frei; Autor*in: Olga Grjasnowa und Wladimir Kaminer, Modertion: Katharina Heinrich

Ende November 2021, 20:15 Uhr, online auf www.twitch.tv/vsschriftstellerverband, Autorinnen: Natascha Wodin und Katja Petrowskaja, Modertion: Sven j. Olsson

 

Die Lesungen findet statt im Rahmen der Lesereihe: „Die deutsche Literatur mit multikulturellen Wurzeln“ des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di.

Die Lesungen werden gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.”

Dorothee Elmiger: Aus der Zuckerfabrik

Eine Veranstaltung aus der Reihe »Literatur zur Zeit« (Die 2G-Präsenzveranstaltung wird und Live-Stream). Mit Unterstützung der Bunt Buchhandlung und des Kulturamts der Stadt Köln

Tickets: https://www.eventim-light.com/de/a/5d10c8a05c2baa000100393b/e/615b5867cf64ac5d49f41b98/

Online: https://kinggeorg.de/abos/

Moderation: Michaela Preideick

Sollten die Zusammenhänge dieser Welt einmal aufgelöst sein, man wäre froh, das Buch „Aus der Zuckerfabrik“ von Dorothee Elmiger zu finden, um zu verstehen, was in der Vergangenheit vor sich ging.

»My skills never end« steht auf dem T-Shirt eines Arbeiters, der gerade seinen Lohn ausbezahlt bekommt. Am Strand einer karibischen Insel steht der erste Lottomillionär der Schweiz und blickt aufs Meer hinaus. Nachts drängen sich Ziegen am Bett der Autorin. Dorothee Elmiger folgt den Spuren des Geldes und des Verlangens durch die Jahrhunderte und die Weltgegenden. Sie entwirft Biographien von Mystikerinnen, Unersättlichen, Spielern, Orgiastinnen und Kolonialisten, protokolliert Träume und Fälle von Ekstase und Wahnsinn. Aus der Zuckerfabrik ist die Geschichte einer Recherche, ein Journal voller Beobachtungen, Befragungen und Ermittlungen. Ein Text, der den Blick öffnet für die Komplexität dieser Welt.

Dorothee Elmiger, geboren 1985, lebt und arbeitet in Zürich. 2010 erschien ihr Debütroman »Einladung an die Waghalsigen«, 2014 folgte der Roman »Schlafgänger« (beide DuMont Buchverlag). Ihre Texte wurden in verschiedene Sprachen übersetzt und für die Bühne adaptiert. Dorothee Elmiger wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Prosadebüt, dem Rauriser Literaturpreis, einem Werkjahr der Stadt Zürich, dem Erich Fried-Preis und einem Schweizer Literaturpreis. Mit ihrem neuen Werk Aus der Zuckerfabrik (Hanser, 2020) war sie auf der Shortlist für den Schweizer und für den Deutschen Buchpreis 2020.