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Zweideutigkeit (Ambiguität) tolerieren können: Der Zusammenhalt einer Gesellschaft erfordert Ambiguitätstoleranz

Vortrag mit anschließender Diskussion von Dr. Hans-Gerhard Neugebauer

 

Alle Kulturen kennen die Herausforderung, mit Mehrdeutigkeit, Ambiguität umgehen zu müssen. Der aus der Psychologie stammende Begriff der Ambiguitätstoleranz findet zunehmend Eingang auch in die Kulturwissenschaften. Dort bezeichnet er die Fähigkeit und Bereitschaft einer Gesellschaft, verschiedene, einander vielleicht sogar widersprechende Präferenzen und Normierungen neben- und miteinander bestehen zu lassen. Solcher Ambiguitätstolerenz steht eine Tendenz zur Vereindeutigung entgegen, die alles daran setzt, einer bestimmten und eindeutigen Festlegung Geltung zu verschaffen. In einer Gesellschaft, in der die Gefahr besteht, dass sich ihre Milieus immer stärker gegeneinander abschotten, indem sie ihre eigenen Wertvorstellungen für allein maßstäblich erklären, gewinnt Ambiguitätstoleranz eine immer größere Bedeutung. Der Vortrag greift zurück auf die Forschungen des Islamwissenschaftlers Thomas Bauer.

Anmeldung über philimu.veranstaltungen@gmx.de