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Workshop: Die Kunst der literarischen Übersetzung als transnationaler Wissenstransfer

Die Kunst der Übersetzung wird oft unterschätzt. Nicht nur öffnen uns Übersetzungen Fenster zur Welt und verschaffen uns Zugang zu anderen Zeiten und Kulturen. Sie ermöglichen uns die Aneignung von Wissen und den Austausch, den Aimé Cesaire als den “Sauerstoff für die Zivilisation” bezeichnet.

Bei historischen Texten stellt sich häufig die Frage der Quellen und der Authentizität, doch selbst bei eindeutiger Autorenschaft ist der/ die Übersetzer*in zur Kreativität verpflichtet, um den Text in die aktuelle Zeit oder den anderen sozialen Kontext zu transferieren. Die literarische Übersetzung muss der besonders komplexen Anforderung von inhaltlicher Vermittlung und sprachlich-ästhetischer Übertragung gerecht werden. Literatur erfordert eine “kulturelle Übersetzung”, die etwas Unbekanntes greifbar und nachvollziehbar macht und zugleich “die Seele” des Originals trifft.

Da kulturelle und sprachliche Bedeutungen selten eindeutig, sondern dynamisch sind, fließen immer auch neue Akzente in die Übersetzung ein. Damit kommt der Übersetzung eine zentrale politische Rolle beim transnationalen Wissenstransfer zu. So sieht Achille Mbembe “die Notwendigkeit, die Vielstimmigkeit und die Übersetzung als Möglichkeit zu ergreifen, nicht die Wissens- und Machtsymmetrien fortzuführen, die gegenwärtig die globale Menschheit spalten”.

Mit:
• Paul F. Bandia, (CM/CA)
• Ebissé Wakjira-Rouw (ET/NL)
• Dr. Wangui wa Goro (KE/CI)
• Gunther Geltinger (DE)

Moderation: Maria Hummitzsch (DE)

Eintritt frei – hier erhalten Sie Ihre Tickets

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des stimmen afrikas Jubiläumsfestivals CROSSING BORDERS: translate – transpose – communicate statt. Alle Veranstaltungen finden auf Deutsch, Englisch und Französisch statt und es wird Übersetzungsangebote geben. Weitere Informationen zum Festival finden Sie hier.