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»Wenn wir heimkehren« – Andrea Heuser im Gespräch mit Terry Albrecht

Andrea Heuser greift in ihrem neuen autofiktionalen generationenübergreifenden Roman »Wenn wir heimkehren« die Themen Schuld und Verdrängung auf, sie erzählt über den Wunsch nach Verwurzelung und von einem Leben im Modus der Suche und des Weitermachens. Heusers Roman ist gleichermaßen Gesellschaftsepos, psychologisch nuancierte Familien- und bewegende Liebesgeschichte: Köln 1952: Der Krieg ist kaum vorüber, als der Handwerker Wilhelm im Zimmer einer Wohnung eine Wand einziehen soll. Ein Auftrag, auf den er sich keinen Reim machen kann, wo die Wand doch Licht wegnehmen wird. Die Bewohner aber, Margot und ihr Sohn Fred, gehen ihm danach nicht mehr aus dem Kopf. Margot ist Luxemburgerin und stammt aus großbürgerlichem Milieu, doch als sie mit siebzehn ein uneheliches Kind erwartet, steht sie vor den Trümmern ihrer Existenz. Sie muss ihre Heimat verlassen und ist mitten im Krieg auf sich allein gestellt. Als sie Jahre später nach Köln kommt, hat Margot Schuld auf sich geladen, und auch Wilhelm hat der Krieg traumatisiert.

Andrea Heuser, 1972 in Köln geboren, studierte Germanistik, Politik und Vergleichende Religionswissenschaften in Köln und Bonn; 2008 Promotion. Sie schreibt Lyrik, Libretti und Romane. 2014 erschien ihr Romandebüt »Augustas Garten«. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis für Lyrik und mehrfachen Literaturstipendien des Freistaats Bayern und der Kunststiftung NRW.

Terry Albrecht, Hörfunkjournalist des WDR und des Deutschlandfunks. Der promovierte Literaturwissenschaftler erhielt 2012 den Kölner Medienpreis für sein Feature »Wo ist Böll? Dem guten Menschen von Köln auf der Spur«, WDR 5.

Eine Veranstaltung des Literatur-in-Köln-Archivs. Gefördert im Rahmen von »Neustart Kultur« der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e. V.