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LITERATUR, AKUSTISCH: DREI WERKSTATTGESPRÄCHE

Dass Literatur nicht nur gelesen, sondern auch gehört werden kann, ist nichts Neues, erst recht nicht in Zeiten des Hörbuchs und der poetry-slams. Es gibt aber auch Werke, bei denen die akustische Seite der Sprache kein Zusatz, sondern Hauptforschungsgebiet ist. Die Literarische Gesellschaft Köln stellt die ‚akustische Literatur’ von drei Schriftstellern und einer Hörfunkregisseurin in drei Werkstattgesprächen vor.
Es ist nicht übertrieben zu behaupten, daß Iris Drögekamp und Oswald Egger mit zwei gemeinsamen Hörstücken bereits Radiogeschichte geschrieben haben. Nicht nur, weil sie gleich mit beiden Stücken – „Ohne Ort und Jahr“ (SWR 2010) und „Linz und Lunz“ (SWR 2013) – den Karl-Sczuka-Preis für „avancierte Radiokunst“ gewonnen haben. Sondern auch, weil der Dichter und die Hörfunkregisseurin in ihrer Zusammenarbeit eine ganz eigene Formensprache entwickeln. Wort und Klang werden scheinbar unauflöslich ineinander verflochten und spannen dabei zugleich einen Raum auf, der so plastisch wird, daß man meint, hindurchgehen zu können. Das gesamte musikalisch-akustische Geschehen entsteht dabei aus der Sprache – geschrieben vom Dichter Oswald Egger, inszeniert von der Regisseurin Iris Drögekamp. Im Gespräch mit Ulrike Janssen stellen sie ihre gemeinsame Arbeit vor und sprechen darüber.

 

Oswald Egger, geboren 1963 in Lana/Südtirol, lebt als Schriftsteller und Dichter auf der Raketenstation Hombroich. Von ihm erschient zuletzt „Gnomen und Amben“ (2015). Seit 2011 ist er Professor für Sprache und Gestalt an der Muthesius Kunsthochschule Kiel.

Iris Drögekamp, geboren 1967 in Hagen, lebt als Hörfunkregisseurin in Baden-Baden. Sie inszenierte zahlreiche Hörspiele u.a. mit Texten von Rainer Maria Rilke, Unica Zürn, Marcel Beyer, Alfred Döblin. Seit 2007 unterrichtet sie Hörspiel bzw. Digitalmedien und Klang an der HfG Karlsruhe sowie an Hochschulen in Darmstadt, Stuttgart und Kiel.

Die Veranstaltungen werden gefördert vom Kulturamt der Stadt Köln. Karten an der Abendkasse 6,– €, ermäßigt 4,– €, für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft frei.