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Khaled Khalifa: Keiner betete an ihren Gräbern

Khaled Khalifas neuer Roman Keiner betete an ihren Gräbern (Rowohlt) ist das große Syrien-Epos eines Meistererzählers, der von einem Jahrhundert voller Liebe und Gewalt sowie von der bedeutenden kulturellen Vergangenheit seines Landes erzählt und uns an der Bildhaftigkeit der arabischen Sprache teilhaben lässt. Thomas Balou Martin liest aus der deutschen Übersetzung von Larissa Bender, die den Abend moderiert und mit Khaled Khalifa über das verlorene Kulturerbe seiner Heimat spricht.

Am Ufer des Flusses Euphrat pulsiert zum Ende des 19. Jahrhunderts das Leben, in Aleppo herrscht reger Handel und buntes Treiben auf den Straßen. Die traditionsreiche multiethnische und multikulturelle Stadt ist der Mittelpunkt von Khaled Khalifas neuem Roman, der in seiner syrischen Heimat nicht erscheinen darf. Über einen Zeitraum von fast 100 Jahren spannt Khaled Khalifa seine generationenübergreifende Familiensaga, in der er uns die reiche kulturelle Vergangenheit Syriens vor Augen führt. Rückblenden, Zeitsprünge und Erinnerungen brechen die Chronologie auf, die Geschichten verzweigen sich. Hier ist ein Meistererzähler am Werk: »Die in sich ruhende epische Wucht des nüchternen Erzähltons Khalifas ist beachtlich« (Frankfurter Rundschau).

Diese Veranstaltung kann auch im Livestream verfolgt werden. Tickets zum Livestream gibt es hier:

www.dringeblieben.de/videos/khaled-khalifa-keiner-betete-an-ihren-grabern

Veranstaltungspartner: Rowohlt Verlag

Foto: (c) Ekko von Schwichow