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Jason Lutes

Marte Müller ist Kölnerin und auf dem Weg nach Berlin. »Nichts gegen Köln«, meint ein Berliner Journalist im Zug, »aber es ist halt keine Großstadt im modernen Sinn.« Denn Berlin, das sei ein »Hexenkessel«. So weit, so gegenwärtig. Die Zeitung aber, für die er schreibt, heißt Weltbühne, und in Martes Kunsthochschule wird gerade der Expressionismus verabschiedet. Es ist der September 1928, in den Jason Lutes‘ Graphic Novel Berlin die Leserinnen und Leser entführt.

Seit 22 Jahren arbeitet Jason Lutes schon an der drei Teile umfassenden Berlin-Reihe (Carlsen), deren letzter Teil Flirrende Stadt nun erschienen ist. Im Berlin der späten 20er und frühen 30er Jahre durchdringt sein Figurenensemble alle Schichten und Milieus. Jason Lutes erzählt von enthemmten Swingpartys, proletarischer Armut, großbürgerlichem Überfluss und politischer Eskalation. Lange vor Volker Kutschers Gereon-Rath-Krimis und deren TV-Adaption Babylon Berlin eröffnet Lutes das beklemmende Panorama einer Republik am Abgrund. Was die Geschichte der Weimarer Republik heute bedeuten muss und wie die Form der Graphic Novel sie erzählen kann, darüber spricht Kristian Lutze mit Jason Lutes.

Veranstaltungspartner: Carlsen Verlag