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Hilde Rubinstein: Atomdämmerung

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Hilde Rubinstein
Schriftstellerin und Malerin (1904–1997)
»Atomdämmerung «

 

Die gebürtige Augsburgerin Hilde Rubinstein hat in Köln ihr Abitur gemacht und an der hiesigen Werkschule studiert. Ihre Zeichnungen und Graphiken erschienen in renommierten Blättern wie dem »Querschnitt« und der »Literarischen Welt«, bevor sie sich hauptsächlich dem Schreiben von Dramen widmete.
Als Jüdin und KPD -Mitglied 1934 verhaftet, konnte sie mit ihrer Tochter über Stockholm nach Moskau fliehen, wo sie als »trotzkistischer Kurier« erneut in Haft kam. Nach ihrer Entlassung (1937) machte sie Schweden zu ihrer Wahlheimat und schrieb dort Zeitstücke, Gedichte und Prosa, darunter den Roman »Atomdämmerung« und das Theaterstück »Tiefgefrorenes Reh«, in denen sie Themen wie Umweltzerstörung und bedingungslosen Fortschrittsglauben in den Fokus stellt. Der Kampf der Jugend gegen eine solche Haltung der Elterngeneration wirkt in diesem Stück wie eine Vorwegnahme der Forderungen der Fridays for Future, die sich für eine lebenswerte Zukunft auf unserem Planeten einsetzen.

Die Kölner Autorinnen Angelika Hensgen und Eva Weissweiler erinnern an Hilde Rubinstein und stellen Ausschnitte aus ihrem hochaktuellen Werk vor. Mit Musik von Stephan Everling (Gitarre) und Michael Frangen (Trompete).