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Hanns-Josef Ortheil: Blauer Weg

Ortheils literarisches Tagebuch Blauer Weg schließt unmittelbar an seine letzte Publikation Die Berlinreise an. In präzisen Bildern, Skizzen und Erzählungen führt uns dieses intensive Zeitzeugnis aus den Wendejahren an der Seite eines Autors, der die rasanten Umbrüche sensibel beobachtet, zurück in eine der spannendsten Perioden der deutschen Nachkriegsgeschichte. Ohne es zu ahnen wird Hanns-Josef Ortheil in den Jahren 1989 bis 1995 vom Strom der historischen Ereignisse erfasst und zu einem bedeutenden Zeugen der Zeit. Das beginnt während eines Aufenthaltes in Prag, wo die ostdeutschen Flüchtlinge gerade die westdeutsche Botschaft besetzen. Und es setzt sich fort in Reisen nach Sofia, Wien, Leipzig, und immer wieder nach Berlin, wo Ortheil in der Nacht der deutschen Wiedervereinigung im Berliner Hotel Kempinski allein mit Kanzler Kohl an einer Hotelbar sitzt. Zur Neuveröffentlichung dieses berühmt gewordenen Buchs hat Ortheil einen einleitenden Essay geschrieben, in dem er aus heutiger Sicht zu ergründen versucht, warum er damals diese besondere Ära so emphatisch und geschichtsnah begleitet hat.
Hanns-Josef Ortheil, in Köln geboren, gehört zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde in über zwanzig Sprachen übersetzt und u. a. mit dem Thomas-Mann-Preis und dem Stefan-Andres-Preis ausgezeichnet. Ortheil lehrt Kreatives Schreiben an der Universität Hildesheim.

Eine Veranstaltung des Literatur-in Köln-Archiv (LiK)

Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro
VVK: über KölnTicket