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Enno Stahl

Enno Stahl_(c)_Kirsten Adamek

Knapper werdender Wohnraum, unbezahlbare Mieten, Gentrifizierung sind wichtige Themen des Zusammenlebens in der Stadt. Anhand der Figuren Lynn, Otti und Donata erzählt Enno Stahl in seinem vielstimmigen Roman Sanierungsgebiete (Verbrecher Verlag) die Veränderung der Städte und des städtischen Miteinanders.

Vor gut zehn Jahren rund um den Berliner Wasserturmplatz: Lynn ist Praktikantin in einem Architekturbüro und lernt das, was sie in ihrer Studie zu Sanierungsgebieten in Berlin erarbeitet hat, am eigenen Leibe kennen. Donata hingegen ist alleinerziehende Mutter und Redakteurin einer Gewerkschaftszeitung, sie muss sich durchbeißen – und aufsteigen. Ihr Ex-Freund, der Schriftsteller Otti, will dagegen an die Traditionen der Poeten des Prenzlauer Bergs anknüpfen und arbeitet an widerständigen Zeitschriftenprojekten. Stone wiederum hat sich von allen abgewandt, er will den Niedergang seines Kiezes nicht miterleben und zieht in einen anderen Stadtteil. Enno Stahl zeigt, wie die Gentrifizierung den Menschen zunehmend die Partizipation am urbanen Leben versagt. Mit Moderator Guy Helminger spricht er unter anderem über den »analytischen Realismus« und welche Rolle historische Exkurse, Statistiken und Interviews mit realen Menschen im heutigen Erzählen spielen können.

Eintritt: 9,- /7,- € | Mitglieder: 5,- €