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Doğan Akhanlı: Die Richter des Jüngsten Gerichts

Im Zentrum von Doğan Akhanlıs Roman Die Richter des Jüngsten Gerichts steht der bis heute vielfach geleugnete Völkermord an den Armeniern (1915 / 1916), dessen 100. Jahrestag näher rückt.
Der 1957 in der Türkei geborener und heute in Köln lebender Autor schrieb das Werk vor dem Hintergrund seiner eigenen politischen Verfolgung nach dem Militärputsch in den 80er-Jahren. Rahmenhandlung ist die Geschichte eines jungen Mannes, der mit Frau und Kind kurz nach dem Militärputsch untergetaucht ist. Ein väterlicher Freund, Ümit Bey, nimmt ihn mit auf eine Reise in die Zeit des Ersten Weltkrieges. Immer deutlicher wird, dass Ümit Bey mehr ist als ein väterlicher Nachbar: Ein Weiser, ein Märchen- und Geschichtenerzähler, ein Begleiter durch Zeit und Raum, ein Lehrmeister ohne belehrenden Ton, ein Moralist ohne erhobenen Zeigefinger.

Doğan Akhanlı wird begleitet von Sophia Georgalidis (Rezitation) und Kemal Sahir Gürel (Musik).

Eintritt: 4 Euro