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Colum McCann: Apeirogon

In Apeirogon (Rowohlt) entfaltet Colum McCann den Palästinakonflikt in seiner ganzen Historie und Komplexität. Er erzählt von den Freunden Rami und Bassam. Beide Männer hatten Töchter, beide starben: Ramis Tochter wurde Opfer eines palästinensischen Selbstmordbombers. Bassams Tochter starb durch die Kugel eines israelischen Grenzpolizisten. Aus den USA ins Literaturhaus zugeschaltet, stellt Colum McCann im Gespräch mit Angela Spizig den Roman vor. Bernd Reheuser liest aus der Übersetzung von Volker Oldenburg.

Ein Apeirogon ist eine geometrische Form mit einer gegen unendlich gehenden Zahl von Seiten. Und so fächert Colum McCann in Apeirogon nach und nach schier unendliche Seiten auf, schreibt nicht nur über einen unheimlich aktuellen politischen Konflikt, sondern auch über die Frage, wie man nach dem Tod seines Kindes weiterlebt und wo unsere Schicksale sich im Erzählen verbinden. Denn: Die Geschichte von Bassam und Rami hat reale Vorbilder. Es entfaltet sich ein kaleidoskopischer Roman aus filigran verbundenen Fragmenten, in ihm verbirgt sich eine unendlich vernetzte Welt: Weltgeschichte, Anekdoten, menschliches Leiden und Freundschaft; zwei Männer aus dem Nahen Osten, ein irischer Autor aus New York und Publikum im Kölner Literaturhaus.

Veranstaltungspartner: Städtepartnerschaft Köln/Bethlehem, Rowohlt Verlag

 

Foto: © P. Matsas, Opale, Leemage, laif