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Brinkmanns Zorn

Rolf Dieter Brinkmann, der von 1962 bis 1975 in Köln lebte, zählt zu den umstrittensten Schriftstellern der 1960er und 70erJahre. Am 16. April 2015 jährt sich sein Geburtstag zum 75. Mal – und wenig später auch sein 40. Todestag. Eine Woche nach seinem 36. Geburtstag, am 23. April 1975, wurde Brinkmann in London von einem Auto überfahren.
Anlass für einen Gesprächsabend mit Harald Bergmann, der in Brinkmanns Zorn, seinem vierteiligen Filmprojekt, Brinkmanns letzte Jahre mit Originalmaterial aus dem medialen Nachlass inszenierte. Die Super-8-Filme, die Rolf-Dieter Brinkmann Ende der 60er-Jahre drehte und selbst schnitt, bilden Teil 1 des Projekts. Die Arbeitsbücher und Scrapbooks mit Photos, Collagen und Tagebuchnotizen sind in Teil 2 und 3, in Longkamp Tagebuch und Schnitte Collagen, umgesetzt. Die zwölf Stunden der von Brinkmann im Jahr 1973 aufgenommenen Tonbänder bilden die Grundlage des Kinofilms Brinkmanns Zorn. Durch die ein- und erstmalige Verknüpfung von Hörfilm, Dokumentation und Spielfilm entstand eine neue Art der filmischen Biographie. Fiktion und dokumentarisches Material gingen dabei eine symbiotische Verbindung ein.

Harald Bergmann, geboren 1963, Literatur- und Philosophiestudium in München, Filmstudium an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und am California Institute of Arts, Los Angeles bei James Benning. Filme u.a. über Hölderlin und Nabokov. Lebt in Berlin. “Grimme-Preis” für Brinkmanns Zorn sowie “Innovationspreis der deutschen Filmkritik” und “Preis der Autoren” vom Verlag der Autoren.

Eine Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft Köln

Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft frei