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Avantgardist, Berliner Kassenarzt, genialer Epiker – über Leben und Werk Alfred Döblins

„Berlin Alexanderplatz“, der moderne Großstadtroman par excellence hatte ihn gerade weltberühmt gemacht – da kam schon bald 1933…

Günter Grass schrieb in „Über meinen Lehrer Döblin“ 1968: „Wie heißt die hausbackene Redensart im Land der Dichter und Denker: Zu Lebzeiten vergessen. Döblin lag nicht richtig. Er kam nicht an. Der progressiven Linken war er zu katholisch, den Katholiken zu anarchistisch, den Moralisten versagte er handfeste Thesen, fürs Nachtprogramm zu unelegant, war er dem Schulfunk zu vulgär; weder der „Wallenstein“ noch der „Giganten“-Roman ließen sich konsumieren; und der Emigrant Döblin wagte 1946 in ein Deutschland heimzukehren, das sich bald darauf dem Konsumieren verschrieb…“

Der Regisseur und Schauspieler Carl-Herbert Braun will in seinem Lesungs-Vortrag anhand der verschiedensten Textbeispiele von und über Alfred Döblin die biographischen Stationen und widersprüchlichen geistigen Entwicklungen eines der bedeutendsten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts beleuchten.