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28Januar | Sa | 2023

Ausstellung: 21. Internationaler Bucheinbandwettbewerb für Auszubildende

Die Ausstellung zeigt die Wettbewerbsarbeiten aus 2022 von Auszubildenden aus dem Buchbinderhandwerk. Veranstalter dieses internationalen Wettbewerbes ist der Bund Deutscher Buchbinder e.V. (BDBI) in Zusammenarbeit mit der Stiftung zur Förderung des Bucheinbandes (SFB) und der Bundesinnung der Kunsthandwerke der Berufsgruppe der Buchbinder, Kartonagewaren- und Etuierzeuger Österreichs. Die Gestaltung, Technik und Materialwahl wird den Wettbewerbsteilnehmern freigestellt. Bewertet werden vor allem fachlich und technisch richtige Ausführungen vor Materialwahl und gestalterischer Idee. Öffnungszeiten: Montag 14.00 – 21.00 Uhr Dienstag bis Donnerstag 10.00 –…

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31Januar | Di | 2023

Daniela Dröscher: Lügen über meine Mutter

Eine Kindheit im Hunsrück der 1980er-Jahre, die beherrscht wird von der fixen Idee des Vaters, das Übergewicht seiner Frau wäre verantwortlich für alles, was ihm versagt bleibt: Beförderung, sozialer Aufstieg, Anerkennung. Schonungslos blickt Daniela Dröscher in Lügen über meine Mutter (Kiepenheuer & Witsch) aus der Perspektive eines Kindes auf das »Kammerspiel namens Familie«, lotet Lügen, Selbstbetrug, Scham aus. 2022 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, nun im Gespräch auf der Bühne des Literaturhauses. Veranstaltungspartner: Kiepenheuer & Witsch Foto: (c)…

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02Februar | Do | 2023

Eskandar Abadi: Lesung

Aus dem Leben eines Blindgängers Lesung und Diskussion mit Eskandar Abadi 44 Jahre ist es her, dass die Iraner*innen dem Schah-Regime im Januar 1979 eine Abfuhr erteilt haben. Was danach kam und sich so lange etablierte, wird heute bekämpft. Wir haben einen Zeitzeugen gewinnen können, um über die Proteste von gestern und heute im Iran zu reden und zu diskutieren. 1979, in dem sogenannten Revolutionsjahr hat Eskandar Abadi sich frisch an der Universität Teheran eingeschrieben und sich direkt den Protesten…

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Leben im Iran: Faribā Vafī & Arash Alborz

In ihrem Erzählungsband An den Regen (Sujet Verlag) spiegelt die iranische Bestsellerautorin Faribā Vafī mit poetischer Sprache und präzisem Blick die intimen Alltagserfahrungen von Frauen, die versuchen, unabhängig von gesellschaftlichen Beschränkungen ihren eigenen Weg zu gehen. Über die Spannungen zwischen Tradition und Progressivität spricht sie mit Gerrit Wustmann. Jutta Himmelreich übersetzt das Gespräch. Arash Alborz stellt sein der iranischen Literatur gewidmetes Magazin dort vor. Veranstaltungspartner: free_human__ Foto: (c) Dirk Skiba

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Gertrude Cepl-Kaufmann: Künstlerkolonien in Simonskall, Positano und anderswo

„Durch Abgrenzung zur Gemeinschaft“, so hatte Gustav Landauer 1900 seinen Eröffnungsvortrag für die „Neue Gemeinschaft“ in Berlin betitelt. „Gemeinschaft“ ist für Künstlerkolonien das Zauberwort, doch die Kontexte und Inhalte variieren. Gertrude Cepl-Kaufmann ist Literaturwissenschaftlerin, Hochschullehrerin und Trägerin des Deutschen Bundesverdienstkreuzes.

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06Februar | Mo | 2023

Ein Stockhausen-Comic von Thomas von Steinaecker und David von Bassewitz

Er schuf Klänge, wie sie noch keiner kannte: Karlheinz Stockhausen. In Stockhausen – Der Mann, der vom Sirius kam (Carlsen Verlag) erzählt Thomas von Steinaecker von einem Pionier der elektronischen Musik und von der eigenen Stockhausen-Verehrung. Die genialen Bilderwelten des Zeichners David von Bassewitz zeigen, welche erzählerische Kraft biografischen Comics innewohnen kann. Es moderiert Anna Schürmer. Veranstaltungspartner: Carlsen Verlag Foto. (c) Dirk Skiba

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07Februar | Di | 2023

Frank Berzbach – Zwischenleben

Musikalische Begleitung: Nina Kummetz Brunetto Dienstag, 7. Februar um 19.30 Uhr Ort: Buchhandlung Bittner, Albertusstr. 6, 50667 Köln Eintritt: 10,-€ / 8,-€ (VVK über die Buchhandlung) Ein Jahr lang fuhr Frank Berzbach mit der Bahn quer durch Deutschland, zu jedem Termin, jeder Verabredung, aber auch zu den verschiedenen „Heimaten“, zwischen denen er damals zu Hause war. Es war eine Zeit, die von unterschiedlichsten Empfindungen und Erfahrungen geprägt war: Er verlor sich in der Ortlosigkeit des Unterwegsseins, aber er entwickelte sich…

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WerkStadt-Lesung: AUS_BLICK

WerkStadt ist das Schlagwort, unter dem wir uns noch stärker als ohnehin schon mit Köln verbinden wollen. Einwirken auf die Stadt und sie auf uns wirken lassen. Die nächste WerkStadt-Lesung steht nach den ersten fünf Abenden "WORAUF WARTEN?", "KIPP-PUNKTE", "VER(W)IRRUNG", "ALS OB", "LIEBLINGSHELD:IN" und "EIN_BLICK" jetzt unter dem Motto "AUS-BLICK". Schickt uns Eure Texte zum Thema "AUSBLICK"! Die Form ist egal. Wir wollen hören, was Ihr zu sagen habt. Alle sind herzlich eingeladen, ihre Texte bis zum 31. Januar an…

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08Februar | Mi | 2023

Delia Jarrett-Macauley: Die Frauen von Bedford | NEUE TÖCHTER AFRIKAS

stimmen afrikas im BLACK HISTORY MONTH - Empowerment im Kampf gegen institutionellen Rassismus Lisa Tracy Michalik moderiert die Veranstaltung im Rahmen des Programms NEUE TÖCHER AFRIKAS, das die literarische Vielstimmigkeit, wie auch die poetische Kraft und Diversität Schwarzer Schriftsteller*innen vorstellt. Sarah-Merveille Uwimana liest aus dem von Eleonore Wiedenroth-Coulibaly aus dem Englischen übersetzten Text vor. Azizè Flittner verdolmetscht das Gespräch ins Deutsche. stimmen afrikas wird 2023 einen Teil der reichhaltigen Anthologie New Daughters of Africa (hrsg. von Margaret Busby, Myriad 2019)…

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09Februar | Do | 2023

Literatur: Tobias Eisermann im Gespräch mit Sacha Naspini│IIC Colonia

Im Rahmen der Reihe Literatur, die sich zum Ziel gesetzt hat, zeitgenössische italienische Literatur mit den Stimmen ihrer Vertreter zu präsentieren, veranstaltet das Italienische Kulturinstitut Köln eine Begegnung zwischen Tobias Eisermann und Sacha Naspini, dem Autor von Nives, der in Italien bei E/O und in Deutschland bei Kein & Aber erschienen ist. Das in italienischer Sprache mit Simultanübersetzung geführte Gespräch wird von Tobias Eisermann moderiert und findet am Donnerstag, den 9. Februar um 19.00 Uhr im Theatersaal des Italienischen Kulturinstituts…

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Buchpräsentation: VILLA VERDE ODER DAS HOTEL IN SANREMO

Das italienische Exil der Familie Benjamin Eine Buchvorstellung mit der Autorin Dr. Eva Weissweiler Die Geschichte der Villa Verde, eines kleinen Hotels in Sanremo, das von 1934 bis 1940 im Besitz von Dora Sophie Kellner war, der geschiedenen Frau Walter Benjamins. Dora, eine aufstrebende Schriftstellerin, Übersetzerin und Journalistin, verließ als Jüdin Berlin, nachdem Hitler an die Macht gekommen war. In Sanremo baute die ebenso praktische wie geschäftstüchtige Dora sich ein neues Leben auf, gemeinsam mitihrem Sohn Stefan. Das Hotel, auf…

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[Ausverkauft] Literarischer Salon: Mohamed Mbougar Sarr

Prix Goncourt-Preisträger Mohamed Mbougar Sarr zu Gast bei Guy Helminger und Navid Kermani: In seinem Roman Die geheimste Erinnerung der Menschen (Hanser) erzählt der senegalesische Autor eine labyrinthische Kriminalgeschichte, die drei Kontinente sowie ein Jahrhundert umspannt, und reflektiert zugleich tiefgründig über das Wesen der Poesie. Sein Roman bietet außerdem eine radikale Auseinandersetzung mit dem Erbe des Kolonialismus – und der Gegenwart des Rassismus. Veranstaltungspartner: Stadtgarten, Heinrich-Böll-Stiftung, Kulturamt der Stadt Köln, Buchhandlung Klaus Bittner Foto: DR, Courtesy of Philippe Rey

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10Februar | Fr | 2023

Spannende Geschichten und eindrucksvolle Bilder von den Kykkladen

Peter Pachel liest aus seinen Ägäis Krimis, die auf den weiß – blauen Inseln der Kykladen angesiedelt sind. Fiktive Verbrechen im Urlaubsparadies. Helena Katsiavara präsentiert ihre Zeichnungen und Gemälde, die von der Kykladenkultur inspiriert sind und ihren Ursprung in der ägäischen Jungsteinzeit haben. Ausdrucksstarke und zugleich rätselhafte Figuren, die durch ihre abstrakte Form wie moderne Skulpturen wirken.

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Wolfram Lotz: »Heilige Schrift I«

Moderation: Simone Schlosser Und plötzlich dachte ich: Es wäre einmal tatsächlich über ALLES zu schreiben, genau an diesem Ort, an dem für mich erstmal so wenig ist.  Das Dorf, das Flimmern des Internets, die Nachbarskatze, die kleinen Bewegungen, Donald Trump und die Schönheit, Miley Cyrus und Peter Handke, die spielenden Kinder, das Nachdenken über Theater und Literatur, der Himmel über dem Weinberg und das Überleben zwischen den alltäglichen Dingen, schreibend, Tag für Tag – die Heilige Schrift handelt von dem…

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13Februar | Mo | 2023

Literarische Familienaufstellung mit Heinz Helle & Julia Friese

Mutter und Vater werden, Mutter und Vater sein: Heinz Helle und Julia Friese spiegeln in ihren aktuellen Romanen Wellen (Suhrkamp) und MTTR (Wallstein) überholte Rollenzuschreibungen, stellen alte Ideale und Geschlechterverhältnisse infrage und erzählen von Momenten des Glücks ebenso wie von Überforderung und Verunsicherung. Im Literaturhaus erleben wir mit Moderatorin Traudl Bünger eine literarische Familienaufstellung. Diese Veranstaltung gibt es auch im Livestream: https://dringeblieben.de/videos/literarische-familienaufstellung-mit-heinz-helle-julia-fries Foto: Julia Friese, (c) privat

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Ausstellung: 21. Internationaler Bucheinbandwettbewerb für Auszubildende

Die Ausstellung zeigt die Wettbewerbsarbeiten aus 2022 von Auszubildenden aus dem Buchbinderhandwerk.

Veranstalter dieses internationalen Wettbewerbes ist der Bund Deutscher Buchbinder e.V. (BDBI) in Zusammenarbeit mit der Stiftung zur Förderung des Bucheinbandes (SFB) und der Bundesinnung der Kunsthandwerke der Berufsgruppe der Buchbinder, Kartonagewaren- und Etuierzeuger Österreichs.

Die Gestaltung, Technik und Materialwahl wird den Wettbewerbsteilnehmern freigestellt. Bewertet werden vor allem fachlich und technisch richtige Ausführungen vor Materialwahl und gestalterischer Idee.

Öffnungszeiten:
Montag 14.00 – 21.00 Uhr
Dienstag bis Donnerstag 10.00 – 21.00 Uhr
Freitag bis Sonntag 10.00 – 18.00 Uhr

Daniela Dröscher: Lügen über meine Mutter

Eine Kindheit im Hunsrück der 1980er-Jahre, die beherrscht wird von der fixen Idee des Vaters, das Übergewicht seiner Frau wäre verantwortlich für alles, was ihm versagt bleibt: Beförderung, sozialer Aufstieg, Anerkennung. Schonungslos blickt Daniela Dröscher in Lügen über meine Mutter (Kiepenheuer & Witsch) aus der Perspektive eines Kindes auf das »Kammerspiel namens Familie«, lotet Lügen, Selbstbetrug, Scham aus. 2022 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, nun im Gespräch auf der Bühne des Literaturhauses.

Veranstaltungspartner: Kiepenheuer & Witsch

Foto: (c) Carolin Saage

Eskandar Abadi: Lesung

Aus dem Leben eines Blindgängers

Lesung und Diskussion mit Eskandar Abadi

44 Jahre ist es her, dass die Iraner*innen dem SchahRegime im Januar 1979 eine Abfuhr erteilt haben. Was danach kam und sich so lange etablierte, wird heute bekämpft. Wir haben einen Zeitzeugen gewinnen können, um über die Proteste von gestern und heute im Iran zu reden und zu diskutieren.

1979, in dem sogenannten Revolutionsjahr hat Eskandar Abadi sich frisch an der Universität Teheran eingeschrieben und sich direkt den Protesten angeschlossen. Über diese Erfahrungen hat er gerade ein Buch veröffentlicht. Als blinder Mensch ist sein Engagement weiter erschwert. Jedoch: “Er kann die Revolution hören und die Demonstrationen riechen”, wie es in seinem Buch beschrieben wird.

Was Eskandar Abadi jedoch auch kann, ist seine Mitmenschen an seinem Blindsein sehr vertraut teilhaben lassen. Dazu ist er ein begnadeter Musiker. Eskandar Abadi ist zurzeit viel in Deutschland und Nachbarländern unterwegs, um gegen das Regime im Iran zu demonstrieren und mit seiner Musik den
Protestierenden Kraft zu geben. Außerdem versorgt er als Journalist in der Deutschen Welle tagtäglich die
Farsisprechenden Menschen mit wertvollen Informationen.

Wir konnten Eskandar Abadi dafür gewinnen, aus seinem Buch zu lesen und von Erfahrungen als jahrzehntelanger Protestierender gegen Ungerechtigkeiten zu erzählen. Zudem werden auch die aktuellen Proteste im Iran thematisiert werden.

Leben im Iran: Faribā Vafī & Arash Alborz

In ihrem Erzählungsband An den Regen (Sujet Verlag) spiegelt die iranische Bestsellerautorin Faribā Vafī mit poetischer Sprache und präzisem Blick die intimen Alltagserfahrungen von Frauen, die versuchen, unabhängig von gesellschaftlichen Beschränkungen ihren eigenen Weg zu gehen.

Über die Spannungen zwischen Tradition und Progressivität spricht sie mit Gerrit Wustmann. Jutta Himmelreich übersetzt das Gespräch.

Arash Alborz stellt sein der iranischen Literatur gewidmetes Magazin dort vor.

Veranstaltungspartner: free_human__

Foto: (c) Dirk Skiba

Gertrude Cepl-Kaufmann: Künstlerkolonien in Simonskall, Positano und anderswo

„Durch Abgrenzung zur Gemeinschaft“, so hatte Gustav Landauer 1900 seinen Eröffnungsvortrag für die „Neue Gemeinschaft“ in Berlin betitelt. „Gemeinschaft“ ist für Künstlerkolonien das Zauberwort, doch die Kontexte und Inhalte variieren.

Gertrude Cepl-Kaufmann ist Literaturwissenschaftlerin, Hochschullehrerin und Trägerin des Deutschen Bundesverdienstkreuzes.

Ein Stockhausen-Comic von Thomas von Steinaecker und David von Bassewitz

Er schuf Klänge, wie sie noch keiner kannte: Karlheinz Stockhausen. In Stockhausen – Der Mann, der vom Sirius kam (Carlsen Verlag) erzählt Thomas von Steinaecker von einem Pionier der elektronischen Musik und von der eigenen Stockhausen-Verehrung.

Die genialen Bilderwelten des Zeichners David von Bassewitz zeigen, welche erzählerische Kraft biografischen Comics innewohnen kann. Es moderiert Anna Schürmer.

Veranstaltungspartner: Carlsen Verlag

Foto. (c) Dirk Skiba

Frank Berzbach – Zwischenleben

Musikalische Begleitung: Nina Kummetz Brunetto

Dienstag, 7. Februar um 19.30 Uhr
Ort: Buchhandlung Bittner, Albertusstr. 6, 50667 Köln
Eintritt: 10,-€ / 8,-€ (VVK über die Buchhandlung)

Ein Jahr lang fuhr Frank Berzbach mit der Bahn quer durch Deutschland, zu jedem Termin, jeder Verabredung, aber auch zu den verschiedenen „Heimaten“, zwischen denen er damals zu Hause war. Es war eine Zeit, die von unterschiedlichsten Empfindungen und Erfahrungen geprägt war: Er verlor sich in der Ortlosigkeit des Unterwegsseins, aber er entwickelte sich dabei auch persönlich weiter. Er verlor das Gefühl dafür, ob er auf dem Hin- oder Rückweg war, und fand dennoch durch die Menschen, bei denen er Unterschlupf fand, ein Zuhause. So vieles begegnete ihm, das ihm durch das Erleben des Alltäglichen eine neue, andere Dimension eröffnete: der Blick aus dem Zugfenster und auf die Mitreisenden, die Meditation über alltägliche Zeitungsnachrichten, das Sterben von Nachbarn und großen Schriftstellern, die gläubigen Momente eines Gottes, der immer mitfährt. Ein Buch für Menschen, die unterwegs sind – zu sich selbst und in der Welt.

Der Autor gibt Einblick in sein „Jahr in der Bohème“, sein Reisetagebuch erzählt von Lektüren, Begegnungen, Abenteuern, Ortlosigkeit und sogar vom Ankommen. Ein Seitenblick auf die beiden letzten Bücher, „Die Königswege zum Unglück“ und „Die Kunst zu lesen“ wird begleitet von der Sängerin Nina Kummetz Brunetto. Sie hören neben Hintergründen zu den Büchern also auch Songs, die darin eine wichtige Rolle spielen.

Frank Berzbach ist freier Autor und unterrichtet Literatur und Philosophie an der Technischen Hochschule Köln. Nach einer Ausbildung zum Technischen Zeichner studierte er vieles zugleich. Über Wasser hielt er sich als Bildungsforscher, Wissenschaftsjournalist, Fahrradkurier und Buchhändler. Er hat eine Vorliebe für Schreibgeräte, Schallplatten und Bücher, Tätowierungen und Klöster. Er lebt in Köln und auf St. Pauli.

Nina Kummetz Brunetto schreibt Drehbücher fürs Fernsehen, liebt Brighton und Jazz. Neben einer Leidenschaft für Frank Sinatra widmet sie sich den schönen Künsten. Als echte Kölnerin lebt sie in Köln, singt aber lieber Klassiker in englischer oder portugiesischer Sprache.

© Foto: Ebru Durupınar

WerkStadt-Lesung: AUS_BLICK

WerkStadt ist das Schlagwort, unter dem wir uns noch stärker als ohnehin schon mit Köln verbinden wollen. Einwirken auf die Stadt und sie auf uns wirken lassen. Die nächste WerkStadt-Lesung steht nach den ersten fünf Abenden “WORAUF WARTEN?”, “KIPP-PUNKTE”, “VER(W)IRRUNG”, “ALS OB”, “LIEBLINGSHELD:IN” und “EIN_BLICK” jetzt unter dem Motto “AUS-BLICK”.

Schickt uns Eure Texte zum Thema “AUSBLICK”! Die Form ist egal. Wir wollen hören, was Ihr zu sagen habt. Alle sind herzlich eingeladen, ihre Texte bis zum 31. Januar an l.brokinkel@fwt-koeln.de zu senden.

Am 7. Februar, 20:00 Uhr werden die Texte dann auf der Bühne des FWT zu hören sein, vorgetragen von Schauspielerin Fiona Metscher – oder gerne auch von den Autor:innen selbst.

Eintritt frei, Spenden willkommen, Anmeldung erbeten

Motiv WerkStadt-Lesung: (c) Lena Brokinkel/FWT

Delia Jarrett-Macauley: Die Frauen von Bedford | NEUE TÖCHTER AFRIKAS

stimmen afrikas im BLACK HISTORY MONTH – Empowerment im Kampf gegen institutionellen Rassismus

Lisa Tracy Michalik moderiert die Veranstaltung im Rahmen des Programms NEUE TÖCHER AFRIKAS, das die literarische Vielstimmigkeit, wie auch die poetische Kraft und Diversität Schwarzer Schriftsteller*innen vorstellt. Sarah-Merveille Uwimana liest aus dem von Eleonore Wiedenroth-Coulibaly aus dem Englischen übersetzten Text vor. Azizè Flittner verdolmetscht das Gespräch ins Deutsche.

stimmen afrikas wird 2023 einen Teil der reichhaltigen Anthologie New Daughters of Africa (hrsg. von Margaret Busby, Myriad 2019) in einer deutschen Edition NEUE TÖCHTER AFRIKAS im Unrast Verlag, herausbringen. Hierfür haben Margaret Busby und ein Team Schwarzer Frauen* aus NRW 30 Autorinnen und Texte ausgewählt, die in einer Zeitspanne von über 100 Jahren entstanden sind. Einige dieser großartigen und spannenden internationalen Autor*innen und Aktivist*innen waren bereits bei stimmen afrikas in Köln zu Gast, weitere werden folgen. Der Book Launch unseres Bandes NEUE TÖCHTER AFRIKAS wird im Juni 2023 stattfinden.

Die Frauen von Bedford

Als 1968 Studierende an vielen Universitäten von Paris bis New York gegen Kapitalismus, Sexismus, Rassismus und Autoritarismus protestierten, gab es nur wenige Afrikaner*innen an englischen Universitäten. Eine große Ausnahme war das Londoner Bedford-College. Margaret Busby, die 1967 als erste Schwarze Frau in London ein Verlagshaus gründete, hatte hier studiert und bereits 1859 die afro-amerikanische Abolitionistin Sarah Parker Remond. Delia Jarrett-Macauley beschreibt in ihrem Essay sehr eindrücklich, welchen Unterschied es macht, wenn insbesondere Schwarze Frauen Zugang zu den „geheiligten Hallen des Wissens“ erhalten.

Programm und Informationen zum Black History Month auf Instagram unter @scdgofficial und @isdkoeln

Eine Veranstaltung von: stimmen afrikas / Allerweltshaus Köln e.V

In Kooperation mit: Cosmo, Kölner Frauen Geschichtsverein, Sonnenblumen Community Development Group e.V., Filmhaus Köln, Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD Köln), Theodor Wonja Michael Bibliothek,

Gefördert von: Auswärtiges Amt, Deutscher Übersetzerfonds, Kunststiftung NRW, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Stadt Köln – Kulturamt

Foto: (c) Facundo Arrizabalaga

Literatur: Tobias Eisermann im Gespräch mit Sacha Naspini│IIC Colonia

Im Rahmen der Reihe Literatur, die sich zum Ziel gesetzt hat, zeitgenössische italienische Literatur mit den Stimmen ihrer Vertreter zu präsentieren, veranstaltet das Italienische Kulturinstitut Köln eine Begegnung zwischen Tobias Eisermann und Sacha Naspini, dem Autor von Nives, der in Italien bei E/O und in Deutschland bei Kein & Aber erschienen ist.

Das in italienischer Sprache mit Simultanübersetzung geführte Gespräch wird von Tobias Eisermann moderiert und findet am Donnerstag, den 9. Februar um 19.00 Uhr im Theatersaal des Italienischen Kulturinstituts Köln statt.

Der in Italien im Jahr 2020 publizierte Roman Nives berichtet vom Leben der gleichnamigen Protagonistin, welche sich, nach dem Tod ihres Mannes, nur schwer mit der Einsamkeit ihres neuen Lebens auf dem Landgut abfinden kann. Nives findet in der Folge – von Schlaflosigkeit und nächtlichen Ängsten gezeichnet – in der Henne Giacomina eine ungewöhnliche Gefährtin, die ihre Ängste besänftigt, so dass sie sich fast glücklich wähnt, ihren Mann durch ein Haustier ersetzt zu haben. Dies geht solange gut, bis Giacomina selbst wie hypnotisiert vor einer Fernsehwerbung zu erstarren scheint. Es folgt der Notruf an den Tierarzt Loriano Bottai, welcher den Leser in einem Crescendo voller Überraschungen, mit denen die Geschichte des eigenen Lebens erzählt wird, bis zur letzten Seite begleitet.

Sacha Naspini wurde 1976 in Grosseto geboren. Er ist Autor zahlreicher Kurzgeschichten und Romane, darunter L’ingrato (2006), I sassi (2007), Cento per cento (2009), Il gran diavolo (2014), Le Case del malcontento (2018 – Premio Città di Lugnano, Premio Città di Cave, Finalist für den Premio Città di Rieti; aus diesem Roman wird eine Fernsehserie entwickelt), Ossigeno (2019 – Pinocchio Sherlock Prize, City of Collodi), I Cariolanti (2020), Nives (2020), La voce di Robert Wright (2021) und Le nostre assenze (2022). Er wurde in England, Kanada, den Vereinigten Staaten, Frankreich, Griechenland, Südkorea, China, Kroatien, Russland, Spanien, Deutschland und Ägypten übersetzt. Zusätzlich schreibt es fürs Kino.

Tobias Eisermann lehrt Literatur- und Kulturwissenschaften am Romanischen Seminar der Universität zu Köln. Er ist regelmäßiger freier Mitarbeiter beim WDR.

Buchpräsentation: VILLA VERDE ODER DAS HOTEL IN SANREMO

Das italienische Exil der Familie Benjamin
Eine Buchvorstellung mit der Autorin Dr. Eva Weissweiler

Die Geschichte der Villa Verde, eines kleinen Hotels in Sanremo, das von 1934 bis 1940 im Besitz von Dora Sophie Kellner war, der geschiedenen Frau Walter Benjamins. Dora, eine aufstrebende Schriftstellerin, Übersetzerin und Journalistin, verließ als Jüdin Berlin, nachdem Hitler an die Macht gekommen war. In Sanremo baute die ebenso praktische wie geschäftstüchtige Dora sich ein neues Leben auf, gemeinsam mit
ihrem Sohn Stefan. Das Hotel, auf einer Anhöhe über dem Meer gelegen, war ein großer Erfolg. Schriftsteller, Maler und Journalisten waren dort zu Gast, Aristokraten und Schieber, Spekulanten und Flüchtlinge, Theodor W. Adorno und seine Frau Gretel, der jüdische Nietzsche-Forscher Oscar Levy oder die Star-Journalistin Anita Joachim. Und auch immer wieder Walter Benjamin selbst, für den es »ein stiller Hafen« in den Jahren der Heimatlosigkeit wurde. Doch es spielten sich auch Dramen in diesem Haus ab: Eifersucht, Intrigen, Liebesgeschichten, kleine und große Tragödien des Exils. 1940 musste es schließlich unter dem Druck der italienischen Rassengesetze schließen, Dora selbst hatte sich 1938 nach London retten können.

Veranstalter:
Katholisches Bildungswerk Köln, Kölnische Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Germania Judaica Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e.V.

[Ausverkauft] Literarischer Salon: Mohamed Mbougar Sarr

Prix Goncourt-Preisträger Mohamed Mbougar Sarr zu Gast bei Guy Helminger und Navid Kermani: In seinem Roman Die geheimste Erinnerung der Menschen (Hanser) erzählt der senegalesische Autor eine labyrinthische Kriminalgeschichte, die drei Kontinente sowie ein Jahrhundert umspannt, und reflektiert zugleich tiefgründig über das Wesen der Poesie. Sein Roman bietet außerdem eine radikale Auseinandersetzung mit dem Erbe des Kolonialismus – und der Gegenwart des Rassismus.

Veranstaltungspartner: Stadtgarten, Heinrich-Böll-Stiftung, Kulturamt der Stadt Köln, Buchhandlung Klaus Bittner

Foto: DR, Courtesy of Philippe Rey

Spannende Geschichten und eindrucksvolle Bilder von den Kykkladen

Peter Pachel liest aus seinen Ägäis Krimis, die auf den weiß – blauen Inseln der Kykladen angesiedelt sind. Fiktive Verbrechen im Urlaubsparadies.

Helena Katsiavara präsentiert ihre Zeichnungen und Gemälde, die von der Kykladenkultur inspiriert sind und ihren Ursprung in der ägäischen Jungsteinzeit haben. Ausdrucksstarke und zugleich rätselhafte Figuren, die durch ihre abstrakte Form wie moderne Skulpturen wirken.

Wolfram Lotz: »Heilige Schrift I«

Moderation: Simone Schlosser

Und plötzlich dachte ich: Es wäre einmal tatsächlich über ALLES zu schreiben, genau an diesem Ort, an dem für mich erstmal so wenig ist. 

Das Dorf, das Flimmern des Internets, die Nachbarskatze, die kleinen Bewegungen, Donald Trump und die Schönheit, Miley Cyrus und Peter Handke, die spielenden Kinder, das Nachdenken über Theater und Literatur, der Himmel über dem Weinberg und das Überleben zwischen den alltäglichen Dingen, schreibend, Tag für Tag – die Heilige Schrift handelt von dem radikalen Versuch, das Leben möglichst vollständig und unmittelbar zu erfassen, mit allen literarischen Mitteln. In einem kleinen Dorf in Frankreich schreibt Wolfram Lotz ein Jahr lang mit, jeden Tag, von morgens bis nachts. Knapp 3000 Seiten. Kurz danach löscht er den entstandenen Riesentext wieder. Dennoch liegen nun über 900 Seiten vor, weil er im Frühjahr 2018, noch während der Arbeit, den Anfang des Textes per Mail an einen Freund geschickt hat.
»Heilige Schrift I« ist das poetische Dokument eines wahnwitzigen Projektes, das sich dem puren Exzess öffnet und dabei zeigt, was es wirklich bedeutet, über die Gegenwart zu schreiben.

Wolfram Lotz, geboren 1981 in Hamburg, wuchs im Schwarzwald auf. Er studierte Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft in Konstanz und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2011 gewann er mit DER GROSSE MARSCH u.a. den Kleistförderpreis und den Publikumspreis des Berliner Stückemarktes. In der Kritikerumfrage von Theater heute wurde er zum Nachwuchsdramatiker des Jahres gewählt. Nach dem Erfolg von EINIGE NACHRICHTEN AN DAS ALL erhielt er 2012 den Dramatikerpreis des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft und 2013 den Kasseler Förderpreis für Komische Literatur. DIE LÄCHERLICHE FINSTERNIS wurde 2015 zum Berliner Theatertreffen und zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Im selben Jahr erhielt Wolfram Lotz den Nestroypreis für das Beste Stück und wurde in der Kritikerumfrage von Theater heute zum Dramatiker des Jahres gewählt.

 

Literarische Familienaufstellung mit Heinz Helle & Julia Friese

Mutter und Vater werden, Mutter und Vater sein: Heinz Helle und Julia Friese spiegeln in ihren aktuellen Romanen Wellen (Suhrkamp) und MTTR (Wallstein) überholte Rollenzuschreibungen, stellen alte Ideale und Geschlechterverhältnisse infrage und erzählen von Momenten des Glücks ebenso wie von Überforderung und Verunsicherung.

Im Literaturhaus erleben wir mit Moderatorin Traudl Bünger eine literarische Familienaufstellung.

Diese Veranstaltung gibt es auch im Livestream:

https://dringeblieben.de/videos/literarische-familienaufstellung-mit-heinz-helle-julia-fries

Foto: Julia Friese, (c) privat