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22April | Fr | 2016

LEA GOLDBERGS PETRARCA

  Die einzigen hebräischen Übersetzungen aus Petrarcas "Canzoniere" stammen von der Dichterin Lea Goldberg, auch "Königin israelischer Literatur" genannt. 1953 erschien das kleine Bändchen mit einem Essay bei Sifriat Poalim, Tel Aviv. Für Goldberg, 1911 in Königsberg geboren, 1933 in Bonn promoviert und 1970 in Jerusalem gestorben, zählten Dante und Petrarca zeitlebens zu den prägenden Vorbildern. Zeitgleich mit den "Canzoniere"-Übersetzungen entstand ihr eigener Gedichtzyklus "Die Liebe der Teresa de Meun", gleichsam Zeugnis eines "verspäteten israelischen Petrarkismus". Die übersetzten wie die…

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01Mai | So | 2016

„Mein liebes gutes Muttchen du!“

Erich Kästner (1899 – 1974), der Verfasser von Romanen für Kinder und Erwachsene sowie von satirisch-gesellschaftskritischen Gedichten, von Bühnenstücken und Drehbüchern, hatte eine auffallend enge Beziehung zu seiner Mutter, so eng, dass es nach seiner Ansicht keine Mutter-Sohn-Beziehung geben konnte, die der ihren gleichkam. Er wollte ihr ein vollkommener Sohn sein, da sie – wie er selbst feststellte - ihre ganze „Liebe und Phantasie … ihre gesamte Existenz … fanatisch wie ein besessener Spieler auf eine einzige Karte“, nämlich auf…

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18Mai | Mi | 2016

„Vielleicht, wenn ich Flügel hätte…“ – Leopardis Vögel oder: Zeit und Unendlichkeit

Die Texte des italienischen Dichters Giacomo Leopardi (1798-1837) zählen nicht nur zu den schönsten und bekanntesten der italienischen Literatur – erinnert sei nur an die eindrücklichen Bilder und Verse des Gedichts "L’infinito", das in Italien nahezu jede und jeder kennt –; die Texte Leopardis sind zugleich eine bilderreiche und bildhafte Reflexion über den Menschen und dessen Sein in der Zeit, wie nicht zuletzt die in der Lyrik und in der Prosa immer wieder auftauchenden Vögel zeigen.Den eindringlichen Fragen des Dichters…

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29Mai | So | 2016

Ecce Femina“: Friedrich Nietzsche und die Musik

Friedrich Nietzsches Kunst des Philosophierens wäre ohne die Musik nicht denkbar. Sein ganzes Leben und Schaffen wurden durch musikalische Erlebnisse stark geprägt. Es mag wenig bekannt sein, dass Nietzsche nicht nur Dichter, sondern auch dilettierender Komponist und brillanter Improvisator am Klavier war. Da für Nietzsche das Dasein und die Welt nur als ästhetisches Phänomen ewig rechtfertigt werden konnten, galt ihm die Musik, die Königin aller Künste, als höchster Weg zur Intensivierung des Lebensgefühls und so zur tiefen Erkenntnis der Wirklichkeit.…

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06September | Di | 2016

Lesung/ Vortrag von Joachim von Loeben

Die Seele baumeln und die Gedanken schweifen lassen, Neues sehen und erfahren: Den leisen Wunsch, Pausen zu machen, eine Auszeit zu nehmen, die Leistungsgesellschaft für eine begrenzte Zeit hinter sich zu lassen, haben die meisten; ein Sabbatical realisieren aber nur die wenigsten.Einer, der es getan hat, ist Joachim von Loeben. Er bricht aus, reist um die Welt und schreibt ein Buch über seine Erfahrungen. Er kommt zurück in den Job, die Familie, das „normale“ Leben. Die Re-Integration gelingt. Aber etwas…

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11September | So | 2016

Ein Sohn – Franz Kafka

Unzählige Interpreten haben versucht, das Werk Franz Kafkas, des wahrscheinlich rätselhaftesten deutschsprachigen Schriftstellers des 20. Jahrhunderts, zu entschlüsseln, und kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Eines ist offensichtlich: Kafkas gespanntes Verhältnis zu seinem Vater hat sein Schreiben in einem erheblichen Maß beeinflusst. Kafka vermittelt uns ein Bild von einem übermächtigen Vater, dem gegenüber der Sohn sich als minderwertig fühlen muss und der diesem keine  Möglichkeit bietet, sich zu einem dem Leben gewachsenen Menschen zu entwickeln. Werner Seuken beleuchtet dieses Vater-Sohn-Verhältnis und trägt einige Texte…

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18September | So | 2016

Wien und die Wiener

Wie kaum eine andere Stadt ist Wien verbunden mit der Vorstellung von Glanz und Intimität, Lebenslust und Besinnlichkeit. Autoren wie Adalbert Stifter, Stefan Zweig, Joseph Roth und Robert Musil haben die Donaumetropole und ihren bestrickenden Charme zum Schauplatz der Weltliteratur gemacht. Cees Nooteboom, Ingeborg Bachmann und Thomas Bernhard setzen als Zeitgenossen abgründig-kritische Kontrapunkte jenseits von nostalgischer Verklärung und Heurigenseligkeit. Ebenso vielseitig sind die Schauplätze und Themen: vom Wiener Kaffeehaus über den Walzerkönig Strauss und den Prater bis hin zum Schönbrunner…

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28September | Mi | 2016

Es geht ums Schwein – Ein sehr munterer Vortrag in Wort und Bild

Am Mittwoch, den 28. September um 20:00 Uhr erzählt Ulrike Groffy in einem sehr unterhaltsamen Bildvortrag vom Verhältnis zwischen Mensch und Schwein. Freuen Sie sich auf viele Anekdötchen, zahlreiche Beispiele aus der Literatur und eine nette Kleinigkeit für den Gaumen - Denn selbstverständlich kommt passend zum Thema das Schwein bei uns auch auf den Teller!   „Schweine sind uns nah und fern zugleich.” (Thomas Macho)   Schweine sind verspielte, neugierige Tiere, sensibel und dem Menschen physiologisch gesehen sehr ähnlich. Schweine…

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16Oktober | So | 2016

„Lichttrunken“. Manie und Erkenntnis beim späten Hölderlin

Hölderlins Spätwerk ist ohne den Riss im Subjekt nicht zu denken. Ausgelöst durch den Tod seiner Freundin Susette 1802, Diotima genannt, datiert Hölderlins Weg in den Wahn oder anders: in die Manie. Platon nannte Manie eines der größten geistigen Güter und brachte sie mit dem Orakel von Delphi in Verbindung. Manie ist Verrückung der Wirklichkeit durch Aufhebung gängiger Regeln, erweiterte Wahrnehmung, eine unorthodoxe Art von Erkenntnis, ja Erleuchtung. Hölderlins Dichtung verändert sich von Grund auf nach dieser Lebenswende: Nichts mehr…

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23April | So | 2017

Verlagebesuchen: die parasitenpresse in der traumathek

Seit über 15 Jahren gibt es die parasitenpresse, einen kleinen, auf junge deutschsprachige und internationale Lyrik spezialisierten Verlag. Bei Kaffee und Kuchen erzählt Verleger Adrian Kasnitz von der Entstehung des Verlags, von Lyrikheften, Gedichtbänden und seinen Autor/innen und stellt die neuesten Bücher vor. Treffpunkt ist Kölns schönste Videothek, die Traumathek, in der Nachbarschaft des Verlages. Es gibt die Gelegenheit, Fragen zum Publizieren zu stellen und einen spannenden Verlag kennenzulernen. Die Traumathek sorgt für leckeren Kaffee, Kuchen und Softdrinks. Wir machen…

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04Mai | Do | 2017

Incontri letterari – Literarische Begegnung über Giacomo Leopardi

Die Veranstaltung findet in der Bibliothek des Kulturinstituts statt. Der Eintritt ist frei. Die Incontri Letterari sind für Mitglieder der "Freunde des Italienischen Kulturinstituts Köln e.V." gedacht. Auch Nicht-Mitglieder, die uns kennenlernen wollen, sind herzlich eingeladen. Wir bitten um unverbindliche Voranmeldung unter Tel. (0221) 404816 oder eMail freunde.iiccolonia@t-online.de

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12September | Di | 2017

Thomas Metzinger: Virtual Reality und Künstliche Intelligenz.

Präsentation und Gespräch mit Thomas Metzinger und Gert Scobel Virtual Reality und Robotic Re-Embodiment erlauben es prinzipiell durch den Einsatz von Gehirn-Maschine-Schnittstellen, dass ein Mensch nicht nur die Bewegungen eines Roboters kontrolliert, sondern diesen zunehmend auch zur Wahrnehmung benutzt und sich erlebnismäßig mit ihm zu identifizieren beginnt. Die neue Technologie berührt nicht nur die tiefsten Grundlagen unseres Ichgefühls, sondern verändert schrittweise auch das allgemeine Bild des Menschen. In den letzten Jahren ist hier ein interdisziplinärer Forschungsbereich entstanden, in dem Fachleute…

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21September | Do | 2017

Vom Lesemuffel zur Leseratte – wie aus Kindern Leser werden

Die Kinderbuchautorin Barbara Rath - selbst Mutter - stellt in der Mayerschen Buchhandlung praktische Tipps und Tricks vor, wie man Kinder für das Lesen begeistern kann. Dafür ist es nie zu spät, aber die Einschulung stellt diesbezüglich einen besonders günstigen Zeitpunkt dar. Für Eltern, Tagesmütter, LehrerInnen und ErzieherInnen. Wir bitten um Anmeldung bei Frau V. Gruner unter v.gruner@mayersche.de.

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29September | Fr | 2017

Wort trifft Ton – Werkstatt für neue Lieder

Foto: © Dirk Skiba

Neue Wege im Miteinander von Dichtung und zeitgenössischer Musik hat Ulrike Almut Sandig seit Februar 2017 mit Studierenden der HfMT Köln erprobt. An der Schnittstelle zwischen gesprochener und gesungener Sprache, Lautmalerei und Geräusch, akustischen und elektronischen Klängen entsteht eine spannende Synthese zwischen ihrer Lyrik und musikalischen Umformungen.

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23Oktober | Mo | 2017
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