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zwischen/miete #11: Johanna Maxl

Gewalt, Popkultur, Schmutz, Feminismus und urbane Slums: Johanna Maxl fasst in ihrem Debütroman das Lebensgefühl einer Generation. Die junge Autorin ist zu Gast in einer speziellen Kölner WG und blättert durch Unser großes Album elektrischer Tage (Matthes & Seitz).

»Mit dem Verschwinden Johannas klaffte in jedwedem Raum, den sie eingenommen hatte, ein Loch, eine fette Öffnung, ein Leck«, schreibt Johanna Maxl, »tausende Undichten, durch die die Flut der Ideen sich auf uns warf mit ihrer alles zerschmetternden, ihrer lähmenden Kraft«. In wild wuchernder Sprache berichtet ein Kollektiv aus Kindern von der verschwundenen Mutter, einer faszinierenden Gestalt. Deshalb geht die Gruppe auch auf die Suche und erinnert sich dabei absurder Episoden. Dem Text gelingt das Kunststück, gleichermaßen gegenwärtig wie zeitlos zu sein: Unser großes Album elektrischer Tage (Matthes & Seitz) vermisst fluide Identitäten im 21. Jahrhundert. Literaturvermittler Tilman Strasser fragt nach dem ewig großen Komplex Familie.

zwischen/miete ist ein Format für WG-Lesungen – diesmal geht’s allerdings zu einer Sonderausgabe in einen speziellen Raum in Nippes.

  • zwischen/miete #11: Johanna Maxl
  • Termin: 26. Oktober 2018 — 21:00 - 22:30
  • Zielgruppe: Erwachsene
  • Eintritt: 5,€