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Ulrike Guérot: Was ist los mit Frankreich? Von politischer Zersetzung zu sozialer Neuordnung

Joachim Frank im Gespräch mit Ulrike Guérot

Steuert Frankreich mit Emmanuel Macron einer epochalen Neuordnung entgegen? Und was heißt das für Deutschland, für Europa? Soziologen, Politikwissenschaftler, Ökonomen, Aktivisten und Kulturschaffende geben Antworten. Während die alten Klassen der Arbeiterschaft und Bourgeoisie sich endgültig auflösen, das klassische Parteienwesen zerfällt, gilt für die Wirtschaft der Satz „Totgesagte leben länger“. Den strukturellen Schließungen von Großbetrieben stehen Frankreichs Rolle in der Eurozone und eine lebendige Start-up-Szene gegenüber.
Doch für das sozioökonomische Gefälle zwischen Stadt und Land, für Bildungsmisere und schlechte Perspektiven am Arbeitsmarkt hat der Front National die Republik vor gar nicht langer Zeit abgestraft. Frankreichs politisches System ist marode, aber es trägt den Keim von etwas Neuem in sich. Frankreich kann beispielhaft für die Entwicklungen in ganz Europa stehen.

Ulrike Guérot ist promovierte Politikwissenschaftlerin und Leiterin des Departments für Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau-Universität Krems. Sie hat zwanzig Jahre in Thinktanks zur europäischen Integration in der Welt gearbeitet und kennt EU-Europa wie kein(e) Zweite(r).

Joachim Frank ist Chefkorrespondent für die DuMont-Mediengruppe. 2017 wurde Frank zum Mercator Science-Policy Fellow an der Goethe-Universität Frankfurt am Main berufen. Als Journalist ist Frank vielfach prämiert, u. a. mit dem Ralf-Dahrendorf-Preis und dem „Award of Excellence“ des European Newspaper Award.

Kooperationspartner: Institut français
In der Reihe „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“