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TOM SCHULZ – DIE VERLEGUNG DER STOLPERSTEINE

In seinen neuen Gedichten betreibt Tom Schulz poetische Gedächtnisbildung. Er steigt hinab in die „Keller, wo die Geweihe hängen“, steigt bis hinauf in die Kronen der Kirschbäume und setzt in jeder Schicht Erinnerungsmarken. Dabei beansprucht er das Phantomgedächtnis der Überlieferung, überblendet die eigene Erinnerung an die Kindheit in der DDR mit Szenen des brennenden Dresden und der Gegenwart der Pegida-Aufmärsche. Wohin uns diese Gedichte auch führen, nach Litauen, nach Mexiko oder zu den Kühen vorm Atomkraftwerk – Tom Schulz zeigt, dass das Stolpern, das Innehalten Bedingung ist für eine empathische Wahrnehmung der Welt, Bedingung für ihre Verbesserung.

 

Tom Schulz, 1970 in der Oberlausitz geboren, lebt als freier Autor, Herausgeber und Dozent für Kreatives Schreiben in Berlin. 2015 erschien bei Hanser Berlin sein Gedichtband Lichtveränderung. Für seine Gedichte erhielt er zahlreiche Preise und Stipendien u.a. den Kunstpreis Literatur der Lotto-Stiftung Brandenburg 2013, den Alfred-Gruber-Preis 2014 und zuletzt den Liechtenstein-Preis für Lyrik 2016.

 

Eine Veranstaltung des Instituts für Deutsche Sprache und Literatur der Universität zu Köln und der Buchhandlung Bittner.