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Tanja Maljartschuk

(c) Michael Schwarz

Tanja Maljartschuks Ich-Erzählerin in ihrem neuen Roman “Blauwal der Erinnerung” ist Schriftstellerin und von einer eigentümlichen Faszination für den Geschichtsphilosophen und Politiker Wjatscheslaw Lypynskyj beseelt. Und sie und der leidenschaftliche Vorkämpfer für die ukrainische Unabhängigkeit haben mehr miteinander gemein, als sie sich zunächst eingestehen mag.

Die Protagonistin in Tanja Maljartschuks Blauwal der Erinnerung (Kiepenheuer & Witsch) hat sich zurückgezogen, sie geht kaum noch vor die Tür, leidet an Panikattacken und an den gescheiterten Beziehungen, die hinter ihr liegen. Am tiefsten Punkt ihrer Sinnkrise beginnt sie alte Zeitungen zu lesen – und stößt so auf eine Meldung von 1931: »Wjatscheslaw Lypynskyj ist tot«. Von da an stöbert sie ihm nach, dem vergessenen ukrainischen Volkshelden, einem kränklichen, stolzen, hypochondrischen Mann, der sich für die Unabhängigkeit eines zerrissenen Landes einsetzte. Und der, wie sie, nach Zugehörigkeit sucht und gegen die Entwurzelung ankämpft, gegen das Vergessen. Mit Tanja Maljartschuk, die 2018 den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt gewann, spricht der Kenner russisch-ukrainischer Verhältnisse Uli Hufen.

Veranstaltungspartner: Kiepenheuer & Witsch, Lew Kopelew Forum