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Peter Schaar: „Trügerische Sicherheit. Wie die Terrorangst uns in den Ausnahmezustand treibt“

Buchvorstellung und Gespräch mit Peter Schaar und Ralf Müller-Schmid

Terrorakte, Kriminalität und Zuwanderung erschrecken viele Menschen zutiefst – auch wenn die faktische Bedrohung für den Einzelnen kaum messbar ist. Der renommierte Datensicherheitsexperte Peter Schaar kann nachweisen: Die Maßnahmen des Anti-Terror-Kampfes haben kaum zu Erfolgen geführt. Aber sie unterhöhlen schleichend die Bürgerrechte. Längst sind nicht mehr nur Länder mit autokratischen Regimen von solchen Einschränkungen betroffen: Wir empören uns über willkürliche Verhaftungen in der Türkei und vergessen dabei, dass zum Beispiel in den USA seit 2002 der Homeland Security weitgehende Rechte eingeräumt werden.

Und auch in Deutschland haben wir uns an die Präsenz schwer bewaffneter Polizisten und die Ausdehnung der Videoüberwachung längst gewöhnt – und sollten den Nutzen und die Risiken solcher Maßnahmen doch immer wieder neu bewerten und demokratisch kontrollieren. Peter Schaar plädiert für einen beherzten Umgang mit den Grundwerten der offenen, freiheitlichen Gesellschaft.

Peter Schaar, wurde 2003 zum Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit gewählt. Schaar ist Vorsitzender der Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz (EAID). 2015 erschien „Das digitale Wir. Unser Weg in die transparente Gesellschaft“.

Ralf Müller-Schmid, ist Wissenschaftsjournalist und Programmleiter bei DRadio Wissen. Er promovierte am Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt.

In der Reihe „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“