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Mut und Melancholie. Heinrich Böll, Willy Brandt und die SPD

Buchvorstellung und Gespräch mit Norbert Bicher, Dr. Jochen Schubert und Dr. Gabriele Ewenz

Heinrich Böll und Willy Brandt sind Ikonen der bundesrepublikanischen Geschichte. Die Dokumentation zeichnet erstmals ihr Verhältnis nach, das von tiefer Sympathie, gegenseitiger Unterstützung und politischer Selbstbehauptung geprägt war. Böll und Brandt standen nach dem Krieg für ein anderes Deutschland, wagten beide „mehr Demokratie“ und wurden dafür in beispielloser Weise diffamiert. Trotz eines Hangs zur Melancholie, den sie teilten, resignierten sie nie. Der Friedensnobelpreisträger von 1971 und der Literaturnobelpreisträger von 1972 begeisterten die Jugend ihres Landes und öffneten vielen Menschen einen Weg aus der Adenauer-Zeit. Zuspruch gab es in den siebziger Jahren vor allem von Brandt für Böll, der massiv unter den Angriffen der „Springer“-Presse als angeblicher RAF-Sympathisant litt, sich aber nicht den Mund verbieten ließ.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Das Rote Quadrat“ des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) / Heinrich-Böll-Archiv