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Heinrich-Böll-Preisträger 2017: Ilija Trojanow | 100 Jahre Heinrich Böll

Heinrich-Böll-Preisträger 2017. Christof Hamann im Gespräch mit Ilija Trojanow

Begrüßung: Susanne Laugwitz-Aulbach, Beigeordnete für Kunst und Kultur der Stadt Köln

Am Vorabend der offiziellen Preisverleihung im Historischen Rathaus spricht Ilija Trojanow mit Christof Hamann in der Kölner Zentralbibliothek – dort, wo auch das Heinrich-Böll-Archiv beheimatet ist. Trojanow verbinde „Politik und Ästhetik auf höchst kunstvolle Weise miteinander“, urteilte die Jury. Kaum ein anderer Schriftsteller setze das politische Engagement von Heinrich Böll so konsequent und literarisch ambitioniert fort wie Ilija Trojanow: in seinen Büchern, aber wie der Kölner Literaturnobelpreisträger auch mit seinem gesellschaftlichen Wirken.

Beide Autoren erfuhren leidvoll, was Totalitarismus bedeutet: Böll, geboren 1917, während der Zeit des Nationalsozialismus, Trojanow, geboren 1965, als Sohn einer bulgarischen Familie, die 1971 Deutschland politisches Asyl erhielt. 1972 zog die Familie weiter nach Kenia, gefolgt von produktiven Aufenthalten in Nairobi, Paris, München, Mumbai und Kapstadt. Heute lebt Trojanow in Wien.

Ilija Trojanow hat zahlreiche Werke veröffentlicht. Romane wie z.B. „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“ sowie seine Reisereportagen wie „An den inneren Ufern Indiens“ sind gefeierte Bestseller und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erschienen sein Roman „Macht und Widerstand“ und sein Sachbuch „Meine Olympiade: Ein Amateur, vier Jahre, 80 Disziplinen“.

Christof Hamann ist Professor für Literaturwissenschaft und Fachdidaktik an der Universität zu Köln. Er ist u. a. Mitglied in der Jury des Heinrich-Böll-Preises.

Im Kontext der diesjährigen Preisverleihung erscheint der 2. Band der Preisreden in der Schriftenreihe des Heinrich-Böll-Archiv und des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK)

In Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Köln