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Heinrich Böll: Der Panzer zielte auf Kafka. Heinrich Böll und der Prager Frühling

Gespräch mit René Böll, Jochen Schubert und Gabriele Ewenz

Am 20. August 1968 reiste Heinrich Böll nach Prag – auf Einladung des dortigen Schriftstellerverbands. Zeit für die offiziell geplanten Gespräche blieb ihm nicht, denn kurz darauf besetzten die Truppen des Warschauer Paktes das Land. Vier Tage verbrachte Böll gemeinsam mit seiner Frau Annemarie und seinem Sohn René in der Stadt, in der die Träume von einem „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ brutal zerschlagen wurden. Der breite Widerstand der Prager beeindruckte ihn zutiefst. Böll tat das ihm Mögliche, seine Solidarität auszudrücken. Neben den seinerzeit abgedruckten oder gesendeten Interviews und essayistischen Stellungnahmen umfasst der Band umfangreiche bislang unveröffentlichte Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und Notizen des Autors. Erweitert wird das Material durch Fotografien seines Sohnes René Böll sowie Erinnerungsstücke aus den bewegten Prager Tagen. Heinrich Böll erhielt 1972 den Nobelpreis für Literatur. Er starb im Juli 1985 in Langenbroich/Eifel.

René Böll ist bildender Künstler. Er war Mitgründer und Verlagsleiter des Lamuv Verlages. Böll ist der Nachlassverwalter Heinrich Bölls und gehörte zu den Mitgründern der Heinrich-Böll-Stiftung.
Gabriele Ewenz, Dr. phil., studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte. Seit 2009 ist sie Leiterin des Heinrich-Böll-Archivs und des LiK-Archivs.
Jochen Schubert, Dr. phil., studierte Germanistik, Philosophie und Pädagogik und ist Mitarbeiter der Heinrich-Böll-Stiftung. Schubert hat umfassend zu Böll geforscht und publiziert.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Das Rote Quadrat“ des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) / Heinrich-Böll-Archiv