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Delphine de Vigan

Delphine de Vigan ist eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. In ihrem neuen Roman Loyalitäten (DuMont) erzählt sie von der manchmal gefährlichen Komplexität unserer Beziehungen und erweist sich dabei einmal mehr als unbestechliche Chronistin zwischenmenschlicher Missstände.

Der 12-jährige Théo ist ein vorbildlicher Sohn: selbstständig, fürsorglich und ein stiller, aber guter Schüler. Dennoch glaubt seine Lehrerin besorgniserregende Veränderungen an ihm festzustellen. Doch keiner will das hören. Théos Eltern sind geschieden und mit sich selbst beschäftigt. Der Junge kümmert sich um die unglückliche Mutter und den vereinsamten Vater – und zerbricht fast an der Aufgabe. Gefangen zwischen dem Wunsch, den Eltern zu helfen und der Angst vor dem Verrat wählt er einen zerstörerischen Ausweg: Er trinkt heimlich in der Schule. Nur sein Freund Mathis weiß davon und würde sich gern jemandem anvertrauen – aber einen Freund verrät man nicht. Angela Spizig spricht mit Delphine de Vigan über Loyalität als Falle und darüber, wie weit man gehen darf oder muss, um andere zu schützen. Heidrun Grote liest aus der Übersetzung von Doris Heinemann.

 

Veranstaltungspartner: Institut français, DuMont Buchverlag

(c) Delphine Jouandeau