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Ausstellungseröffnung Heinrich Böll und die Bildende Kunst |

Dauer: 13.12.2017 – 17.02.2018 | 100 Jahre Heinrich Böll

Die Ausstellung widmet sich erstmals einem bislang wenig beachteten Themenkomplex im Kontext der Böll-Rezeption. Die zentrale Frage, inwieweit sich der Autor mit bildkünstlerischen Aspekten auseinandergesetzt hat und welche Spuren diese im Werk Heinrich Bölls hinterlassen haben, steht im Fokus der Präsentation. Seine frühesten Begegnungen mit der Bildenden Kunst, so erinnerte sich Heinrich Böll, seien mit den Besuchen in den Kölner Museen verbunden, ferner unterstrich Böll immer wieder den Stellenwert der Bilder für seinen Schreibprozess:

Ich glaube zum Beispiel, dass ich als Autor – das mag sehr komisch klingen – viel mehr von der Malerei beeinflusst gewesen bin, lange bevor ich von der Literatur beeinflusst war.

Wesentliche Impulse erhielt Böll zum Beispiel durch Stefan Lochner und seine „Muttergottes in der Rosenlaube“ im Wallraf-Richartz-Museum, durch den „Genter Altar“ der Brüder van Eyck oder auch durch Paul Cézanne, den Wegbereiter der Klassischen Moderne, sowie durch Paul Klee.

Desweiteren soll der freundschaftliche und berufliche Austausch zwischen Böll und seinen Künstlerfreunden dargelegt werden. Exemplarisch stehen hier HAP Grieshaber, ­Joseph ­Faßbender, Georg Meistermann, der sowjetische Maler Boris Birger, der Fotograf ­Chargesheimer und Joseph Beuys, mit dem Böll die Gründung einer „Freien Internationalen Hochschule für Kreativität und Interdisziplinäre Forschung e. V.“ plante, eine Idee, die sich allerdings nie realisieren ließ.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Das Rote Quadrat“  des Literatur-in-Köln-Archiv (LiK)/Heinrich-Böll-Archiv