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Alice Schwarzer: Meine algerische Familie

Buchpräsentation durch die Autorin

Dieses Buch ist eine Überraschung. Denn wer wusste schon, welch enge und liebevolle Beziehung Alice Schwarzer seit Jahrzehnten zu einer Familie in Algerien hat, die in ihrer Vielfalt ein Abbild dieses nordafrikanischen Landes zwischen Tradition und Moderne ist, zwischen islamistischer Bedrohung und demokratischen Hoff­nungen? Zuerst traf Alice Schwarzer 1989 die algerische Journalistin Djamila, die nach dem drohenden Wahlsieg der Islamisten und dem von ihnen angezettelten Bürgerkrieg mit über 200.000 Toten in den 90er-Jahren wie viele andere um ihr Leben fürchten musste und für einige Jahre nach Deutschland emigrierte. Alice Schwarzer lernte Djamilas große Familie in deren Heimat kennen und lieben. Zusammen mit der Fotografin Bettina Flitner wird diese Familie in ihrer ganzen Vielfalt lebendig: die Generation der Alten, geprägt von der Kolonialzeit, dem Befreiungskrieg und den Jahren des Aufbruchs, die Generation, die den islamistischen Terror durchlebte – und die jungen Leute von heute zwischen High Heels und Verschleierung, zwischen Instagram und spätsozialistischer Stagna­tion.

Alice Schwarzer ist Journalistin und Essayistin. Ihr Kampf gegen Abtreibung und die Gründung des politischen Frauenmagazins EMMA in den siebziger Jahren wurden zum Auslöser für die deutsche Frauenbewegung. Sie veröffentlichte bisher insgesamt 21 Bücher als Autorin und 22 Bücher als Herausgeberin. Darunter 1975 den in 12 Sprachen übersetzten Bestseller „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“ bis hin zu „Der Schock – Die Silvesternacht von Köln“ in 2016.

Im Rahmen des Literatur- in- Köln-Archivs der Stadtbibliothek Köln und in der Reihe „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“