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Achtsamkeitspraxis und Neurowissenschaft

Gespräch mit Britta Hölzel, Ulrich Ott und Gert Scobel

Unsere Welt wird zunehmend komplexer und unüberschaubarer. Gleichwohl müssen wir unser Leben bewältigen – gesellschaftlich und existenziell im Alltag. Dabei zeigt sich, dass vor allem psychische, aber auch spirituelle Probleme in der säkularisierten Welt eher zu- als abnehmen. Das Streben nach Kohärenz und innerer Festigung scheint mehr denn je überlebenswichtig. Weitgehend unbemerkt von der westlichen Mainstreamkultur haben sich seit Jahrtausenden Traditionen der Meditation und Achtsamkeit entwickelt, die derartige Probleme durch systematisches Üben zu bewältigen versuchen. Achtsamkeit will dem eigenen Erleben im gegenwärtigen Moment mit Bewusstheit und ohne Bewertung begegnen.
Lassen sich diese Praktiken mit dem westlichen Bildungsideal verbinden? Können sie mehr Toleranz ermöglichen und die Widerstandfähigkeit gegen Ideologien stärken? Oder handelt es sich um eine Mode, die dazu dient, Menschen durch Selbstkontrolle noch mehr einspannen und optimieren zu können? Diskutiert wird das Thema Achtsamkeit aus naturwissenschaftlicher Sicht ebenso wie die Möglichkeiten, die in der achtsamen Emotionskontrolle liegen.

Britta Hölzel lehrt Mindfulness-Based Stress Reduction und Yoga.Als promovierte Neurowissenschaftlerin untersucht sie die neuronalen Mechanismen der Achtsamkeitsmeditation.
Ulrich Ott ist promovierter Diplom-Psychologe und Meditationslehrer. Am Bender Institute of Neuroimaging der Universität Gießen erforscht er Effekte von Meditation auf das Gehirn.
Gert Scobel leitet die Wissenschaftssendung Sendung „scobel“ (3sat). Er ist Professor für Interdisziplinarität und Philosophie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

In der Reihe „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“